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Symbolbild, KI-generiert

Meta Aktie: KI frisst Jobs

Meta streicht rund 8.000 Stellen und investiert Milliarden in KI-Infrastruktur. Die Aktie reagiert verhalten auf den Strategiewechsel.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rund 8.000 Stellen werden gestrichen
  • KI-Agenten übernehmen operative Arbeit
  • Milliardeninvestition in KI-Infrastruktur
  • Kooperation mit Amazon Web Services

Meta baut seine Belegschaft drastisch um. Rund 8.000 Stellen werden gestrichen — das entspricht etwa jedem zehnten Arbeitsplatz im Konzern. Die Entlassungen erfolgen zum 20. Mai, zusätzlich bleiben rund 6.000 offene Positionen dauerhaft unbesetzt.

Der Umbau kommt nicht aus dem Nichts. Bereits im Januar hatte Mark Zuckerberg angekündigt, 2026 werde das Jahr des KI-bedingten Wandels in der Arbeitswelt. Was damals noch vage klang, nimmt nun konkrete Formen an.

Mensch als Aufpasser, Maschine als Arbeiter

Hinter den Stellenstreichungen steckt eine klare strategische Vision. Technikchef Andrew Bosworth skizzierte in einer internen Mitteilung, wie die Zukunft bei Meta aussehen soll: KI-Agenten erledigen den Großteil der operativen Arbeit, menschliche Mitarbeiter übernehmen Führungs- und Kontrollfunktionen. Software-Entwicklung ist dabei das offensichtlichste Einsatzfeld — bei Google entstehen bereits drei Viertel des neuen Codes automatisch.

Gleichzeitig investiert Meta in diesem Jahr zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Die Stellenstreichungen sind also kein Zeichen von Schwäche, sondern Bestandteil einer Kosten-Umschichtung: weniger Personalaufwand, mehr Rechenkapazität.

Deal mit Amazon als Unterstreichung der KI-Strategie

Passend dazu verkündete Meta eine Vereinbarung mit Amazon Web Services über den Einsatz von AWS Graviton-Prozessoren im großen Stil. Tens of Millions von Graviton-Kernen sollen künftig Meta-Workloads betreiben — speziell für die rechenintensiven Anforderungen von KI-Agenten wie Echtzeit-Reasoning und Code-Generierung. Die Kooperation verdeutlicht, wohin das Kapital fließt, das durch den Personalabbau freigesetzt wird.

Intern sorgt der bevorstehende Einschnitt unterdessen für Unruhe. Personalchefin Janelle Gale räumte gegenüber der Belegschaft ein, die wochenlange Ungewissheit bis zum 20. Mai sei „unglaublich aufreibend“ — die Pläne mussten vorzeitig kommuniziert werden, weil Details durchgesickert waren. Pikant: Gleichzeitig wurde bekannt, dass Meta die Computer-Aktivitäten seiner Mitarbeiter aufzeichnen lässt, um daraus künftige KI-Modelle zu trainieren.

An der Nasdaq notierte die Aktie zuletzt wenig verändert um die 660 Dollar.

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