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Meta Aktie: 63-Milliarden-Dollar-Risiko

Gericht in New Mexico verurteilt Meta zu 567 Millionen Dollar Entschädigung. Die Gesamtforderung im Verfahren könnte auf 62,85 Milliarden Dollar anwachsen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 567 Millionen Dollar Entschädigung angeordnet
  • Neue Nutzungslimits für Minderjährige
  • Gesamtrisiko: 62,85 Milliarden Dollar
  • Meta kündigt Berufung an

Ein Gericht in New Mexico hat Meta zu einer weiteren Zahlung verdonnert – und liefert damit einen Vorgeschmack darauf, wie teuer die wachsende Klagewelle gegen den Konzern noch werden könnte. Der Facebook- und Instagram-Betreiber soll 567 Millionen Dollar in einen Fonds zur Unterstützung geschädigter Kinder einzahlen. Zusammen mit einer bereits im März verhängten Strafe von 375 Millionen Dollar summiert sich die Belastung aus diesem einen Verfahren auf 942 Millionen Dollar.

Richter Bryan Biedscheid vom Bezirksgericht in Santa Fe begründete sein Urteil damit, dass Metas Plattformen einen erheblichen Beitrag zur psychischen Gesundheitskrise unter Jugendlichen im Bundesstaat leisten. Der Großteil des neuen Fonds – 420 Millionen Dollar – fließt in Therapieangebote für Betroffene. Meta kündigte an, gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen.

Deutlich schärfere Regeln für Minderjährige

Neben der Zahlung verordnet das Gericht New Mexico weitreichende Einschränkungen für Nutzer unter 18 Jahren. Auf Facebook und Instagram sollen sie künftig maximal 90 Stunden pro Monat aktiv sein dürfen. Nachts zwischen 22 und 7 Uhr sowie an Schultagen zusätzlich zwischen 8 und 15 Uhr sollen Push-Benachrichtigungen komplett ausbleiben. Hinzu kommt: Minderjährige im Bundesstaat sollen keine „Like“-Zahlen mehr angezeigt bekommen.

Ausgangspunkt des Verfahrens war eine Klage von Generalstaatsanwalt Raúl Torrez aus dem Jahr 2023, der Meta vorwarf, Kinder nicht ausreichend vor sexueller Ausbeutung geschützt zu haben. Eine verdeckte Ermittlung mit einem gefälschten Profil einer 13-Jährigen soll damals gezeigt haben, wie schnell Minderjährige mit expliziten Inhalten und Kontaktversuchen konfrontiert werden. Torrez bezeichnete das Urteil als wegweisenden Sieg für Kinder und Familien.

Die eigentliche Zahl steckt in Metas eigenem Quartalsbericht

Brisant wird der Fall durch eine Zahl, die Meta selbst in seiner jüngsten Finanzberichterstattung offengelegt hat: Die Generalstaatsanwaltschaft von New Mexico strebt in diesem Verfahren Strafen von bis zu 62,85 Milliarden Dollar an. Das aktuelle Urteil bleibt weit darunter, zeigt aber die Dimension, in der sich künftige Entscheidungen bewegen könnten – und dürfte weitere Bundesstaaten ermutigen, ähnliche Verfahren voranzutreiben.

Beobachter ziehen bereits Parallelen zum sogenannten „Big Tobacco“-Moment der 1990er Jahre, als Tabakkonzerne wegen irreführender Angaben zu Gesundheitsrisiken milliardenschwere Vergleiche zahlen mussten und in der Folge deutlich an Einfluss verloren. Meta steht nicht allein da: Im März kassierten Meta und die Google-Tochter YouTube in Los Angeles bereits eine Niederlage in einem vergleichbaren Verfahren zum Suchtpotenzial ihrer Plattformen – auch dieses Urteil wollen beide Unternehmen anfechten.

Für Meta hängt nun viel davon ab, wie die Berufung in New Mexico ausgeht und ob andere Bundesstaaten dem Vorbild folgen. Die im Quartalsbericht genannte Größenordnung von 62,85 Milliarden Dollar dürfte dabei als Referenzpunkt für kommende Verfahren dienen.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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