Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Meta Aktie: 20 Milliarden Dollar aus Abos bis 2030

Meta Aktie: 20 Milliarden Dollar aus Abos bis 2030

Meta setzt auf Abo-Modelle für 20 Mrd. Dollar bis 2030, während Aktie unter Druck bleibt und Stellen gestrichen werden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Abo-Ziele von 20 Milliarden Dollar
  • Instagram Plus als wichtigste Säule
  • Kurs unter 52-Wochen-Hoch gefallen
  • Tausende Stellen in Technik gestrichen

Meta steht vor einer entscheidenden Woche — mit einem ehrgeizigen Umsatzversprechen, internem Gegenwind und einem Aktienkurs, der deutlich unter Druck steht. Das Unternehmen will beweisen, dass sein Plattform-Imperium mehr ist als ein Werbegeschäft.

20 Milliarden Dollar aus Abonnements bis 2030

Analyst Youssef Squali von Truist hat seine Kaufempfehlung für Meta bekräftigt und ein Kursziel von 840 Dollar gesetzt. Seine These: Die neuen „Plus“-Abostufen für Facebook, Instagram, WhatsApp und Meta AI könnten bis 2030 ein Geschäft von 20 Milliarden Dollar aufbauen. Squali rechnet mit über 360 Millionen zahlenden Nutzern innerhalb der nächsten vier Jahre.

Den größten Anteil soll Instagram Plus beisteuern — rund 10 Milliarden Dollar. Meta AI folgt mit 6,5 Milliarden, Facebook Plus mit 2,8 Milliarden und WhatsApp Plus mit 2 Milliarden Dollar.

Der Hintergrund ist klar. Metas Reality-Labs-Sparte hat 2025 knapp 19,2 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Hochmargige Aboeinnahmen sollen dieses Loch langfristig schließen.

Überwachung, Gesichtserkennung, EU-Druck

Intern hat Meta ein umstrittenes Mitarbeiter-Tracking-Programm entschärft. Vizepräsident Stephane Kasriel bestätigte in einem Memo, dass Mitarbeiter die Maus- und Tastaturverfolgung künftig in 30-Minuten-Intervallen pausieren dürfen. Zuvor hatten über 1.500 Angestellte gegen das Programm unterschrieben.

Parallel dazu entfernte Meta Gesichtserkennungscode — intern „NameTag“ genannt — aus der App für seine Smart Glasses. Der Code war seit Januar 2026 auf mehr als 50 Millionen Geräten vorhanden. Meta bezeichnet ihn als „rein explorativ“ und nie aktiv. Anlass war eine Recherche des Magazins WIRED, das auf das Potenzial zur biometrischen Identifikation hingewiesen hatte.

Hinzu kommt Druck aus Europa: Die EU hat Meta angewiesen, innerhalb von fünf Werktagen den kostenlosen WhatsApp-API-Zugang für konkurrierende KI-Assistenten wiederherzustellen.

Kurs unter Druck, Analysten bleiben optimistisch

Die Aktie schloss zuletzt bei 507 Euro — rund 25 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 677,80 Euro vom Juli 2025. Der RSI liegt bei 40,9, was auf eine schwache Marktstimmung hindeutet, ohne extremes Überverkauft-Niveau zu erreichen. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren: Der Kurs liegt unter dem 50-Tage- und dem 200-Tage-Durchschnitt.

Das Wall-Street-Konsensus bleibt dennoch „Strong Buy“ — 32 Analysten empfehlen den Kauf, 6 raten zum Halten.

Stellenabbau und KI-Milliarden

Meta hat Ende Mai rund 8.000 Stellen gestrichen, vor allem in Technik und Produktentwicklung. Das Kapital fließt in eine andere Richtung: Das Unternehmen plant für 2026 Investitionen von rund 135 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Parallel startet Meta seinen „Meta Lab“-Einzelhandel in 50 Best-Buy-Filialen in Nordamerika.

Die Wette ist eindeutig: weniger Köpfe, mehr Maschinen — und neue Erlösquellen, die das Werbegeschäft ergänzen sollen. Ob die Abo-Prognosen aufgehen, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalszahlen im Juli zeigen.

Anzeige

Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 13. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Meta

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.