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Symbolbild, KI-generiert

Merck Aktie: Mavenclad verliert Exklusivität in USA

Merck KGaA kämpft mit Patentablauf von Mavenclad, während die KI-getriebene Chip-Nachfrage das Electronics-Segment antreibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Patentverlust für MS-Medikament Mavenclad
  • KI-Boom treibt Halbleitersparte an
  • Neuer CEO Kai Beckmann übernimmt
  • Quartalszahlen Mitte Mai erwartet

Merck KGaA startet mit einem strategischen Umbruch in den Mai. Während der weltweite KI-Boom die Elektroniksparte befeuert, drücken drohende Patentverluste in der Pharmasparte auf die Stimmung. Der Konzern muss nun den Rückgang eines Milliarden-Medikaments kompensieren.

Margendruck im Healthcare-Sektor

Der Unternehmensbereich Healthcare steht vor einer Belastungsprobe. Das Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad verliert in den USA seinen Patentschutz. Marktbeobachter rechnen damit, dass preisgünstige Nachahmerprodukte die Marktanteile des bisherigen Umsatzbringers angreifen.

Die Folge: Das Management prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 eine bereinigte EBITDA-Marge von etwa 28 Prozent. Dies entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 28,9 Prozent.

Der Netto-Umsatz soll sich zwischen 20,0 Milliarden Euro und 21,1 Milliarden Euro bewegen. Dabei dürften Währungseffekte zusätzlich für Gegenwind sorgen.

Halbleiter-Boom als Wachstumstreiber

Die Sparte Electronics fungiert als wichtigster Lichtblick. Die Nachfrage nach speziellen Materialien für KI-Chips treibt das organische Wachstum an. Im Bereich der Halbleiterlösungen verzeichnete Merck zuletzt ein Plus von über acht Prozent.

Dieser Trend gleicht die schwächere Nachfrage bei Display-Lösungen teilweise aus. Parallel dazu zeigt sich das Segment Life Science stabil. Hier sorgt die Nachfrage nach Lösungen für die Bioprozessierung für ein organisches Wachstum von rund vier Prozent.

Neue Führung und Portfolio-Umbau

Mit dem Amtsantritt von Kai Beckmann als neuem Vorstandsvorsitzenden beginnt eine neue Ära. Der Fokus liegt nun verstärkt auf der Integration jüngster Zukäufe. Dazu gehört insbesondere die Übernahme von SpringWorks Therapeutics.

Diese Akquisition stärkt das Portfolio für seltene Tumorerkrankungen. Kurzfristig verwässert der Zukauf jedoch das Ergebnis je Aktie leicht. Analysten von JPMorgan bewerten das diversifizierte Geschäftsmodell dennoch positiv und setzen ein Kursziel von 150 Euro fest.

Fokus auf die Quartalszahlen

Mitte Mai veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Zahlen liefern konkrete Hinweise auf die aktuelle Dynamik im KI-Geschäft. Sie zeigen auch, wie stark die Chip-Nachfrage den Margendruck im Pharmageschäft tatsächlich abfedern kann.

Für die kommende Hauptversammlung ist zudem eine stabile Dividende geplant. Der Vorschlag sieht eine Ausschüttung von 2,20 Euro je Aktie vor. Dies unterstreicht den Kurs der finanziellen Stabilität in einem Jahr des Übergangs.

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