Mercedes-Benz hat am Dienstag Quartalszahlen geliefert, die Analysten positiv überraschten — trotz China-Einbruch, US-Zöllen und einem neuen geopolitischen Belastungsfaktor. Der Konzern hält an seinem Jahresausblick fest.
Zahlen besser als erwartet
Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal um 4,9 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro. Das EBIT fiel um 16,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Das klingt zunächst nach einem schwachen Quartal — Analysten hatten allerdings einen EBIT-Rückgang von rund 29 Prozent erwartet.
Die bereinigte Pkw-Marge landete bei 4,1 Prozent. Das ist deutlich weniger als die 7,3 Prozent im Vorjahreszeitraum, liegt aber noch innerhalb der eigenen Jahresprognose von 3 bis 5 Prozent. Finanzvorstand Harald Wilhelm sieht den Konzern auf Kurs: „Die Ergebnisse bestätigen, dass wir unsere Jahresprognose erreichen.“
Der Kurs spiegelt die anhaltende Skepsis der Anleger wider. Mit 48,72 Euro notiert die Aktie rund 21 Prozent unter ihrem Jahreshoch und damit nahe dem 52-Wochen-Tief.
Dreifacher Gegenwind
In China brach der Absatz um 27 Prozent ein. Einheimische Marken dringen ins Premiumsegment vor, die Nachfrage bleibt schwach, und ein laufender Modellwechsel belastet zusätzlich.
Die US-Zölle der Trump-Administration sollen die Kernmarge im Gesamtjahr um 1,5 Prozentpunkte belasten. Im ersten Quartal milderte ein Bilanzierungseffekt aus einem Zollrückerstattungsantrag — ausgelöst durch ein Supreme-Court-Urteil — diesen Effekt ab.
Als dritten Faktor nennt Vertriebsvorstand Mathias Geisen den Krieg im Nahen Osten. „Der Iran-Krieg hat Implikationen auf das weltweite Konsumentenverhalten“, sagte er dem Handelsblatt. Besonders in den USA beobachtete er im März ausgeprägte Kaufzurückhaltung.
Athlon-Verkauf und Jahresausblick
Parallel zu den Quartalszahlen gab Mercedes den geplanten Verkauf der Leasingtochter Athlon an BNP Paribas bekannt. Die Verträge sind unterzeichnet, der Vollzug steht unter behördlichem Vorbehalt und wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Dem Konzern könnten dadurch bis zu eine Milliarde Euro zufließen. Den genauen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht. Mercedes hatte Athlon 2016 für 1,1 Milliarden Euro erworben.
Den Jahresausblick bestätigte der Konzern trotz allem. Das operative Ergebnis 2026 soll „deutlich über“ dem Vorjahresniveau liegen — wobei der Vergleich durch hohe Restrukturierungskosten 2025 begünstigt wird. Spürbare Effekte aus der laufenden Modelloffensive erwartet das Management erst 2027.
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