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Symbolbild, KI-generiert

Mercedes-Benz Aktie: Werke in Gefahr!

Der Konzern verhandelt über Einsparungen in Deutschland und vereinbarte mit Wayve die Integration autonomer Fahrtechnik in künftige Modelle.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 800 Millionen Euro weniger Arbeitskosten angestrebt
  • Abfindungsprogramm für indirekte Bereiche geplant
  • Präsenztage-Regelung ab 2027 unter Vorbehalt
  • Wayve-Technik für künftige Mercedes-Modelle vereinbart

Der Stuttgarter Automobilkonzern Mercedes-Benz reagiert auf den internationalen Wettbewerbsdruck mit tiefgreifenden Anpassungen bei den Personalkosten und setzt zugleich auf externe Technologiepartnerschaften.

Vor dem Hintergrund hoher heimischer Produktionskosten verhandelt die Unternehmensführung über Arbeitszeitmodelle und Präsenzregeln, während ein freiwilliges Abfindungsprogramm den Personalabbau in indirekten Bereichen strukturieren soll. Anleger blicken angesichts der anstehenden Weichenstellungen auf eine Phase operativer und strategischer Neuausrichtung.

Restrukturierung und Arbeitszeitdebatte in Deutschland

Das Management sieht die heimische Fertigung im weltweiten Vergleich als nicht wettbewerbsfähig an, was vor allem auf das hohe Niveau der Arbeitskosten zurückgeführt wird. Produktionsvorstand Michael Schiebe warnte vor diesem Hintergrund, dass ohne wirksame Einsparungen ein deutsches Aufbauwerk sowie ein Powertrainwerk vor dem Aus stehen könnten.

Zwar bekräftigte das Unternehmen das grundlegende Ziel, sämtliche deutschen Standorte und die Beschäftigung zu sichern, konkrete betroffene Werke wurden jedoch nicht benannt.

Laut der WirtschaftsWoche zielen die Pläne des Konzerns darauf ab, die Arbeitskosten am Standort Deutschland um 800 Millionen Euro zu senken. Wie Reuters meldete, standen dabei längere Wochenarbeitszeiten ohne zusätzlichen Lohnausgleich zur Debatte; gefordert wurde demnach ein Plus von drei Stunden pro Woche. Zudem zogen die Verantwortlichen Anpassungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie bei Sonderzahlungen in Betracht.

Abfindungen, Präsenzregeln und Kooperation mit Wayve

Medienberichten zufolge legt der Konzern heute sein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland neu auf. Das Programm soll voraussichtlich im Dezember anlaufen und richtet sich an Mitarbeiter in indirekten Unternehmensbereichen sowie teilweise an Führungskräfte. Das Ausscheiden erfolgt weiterhin nach dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit, wobei Mercedes-Benz keine konkrete Zielgröße für den Stellenabbau nannte.

Ergänzend wurde gestern über eine Neuregelung der Anwesenheit berichtet: Demnach sollen Führungskräfte künftig für Vollzeitbeschäftigte bis zu vier Präsenztage pro Woche ohne gesonderte Begründung anordnen dürfen. Die Regelung soll zum 1. Januar 2027 greifen, vorausgesetzt, die Betriebsräte der jeweiligen Standorte erteilen ihre Zustimmung.

Parallel zur Kostendiskussion treibt der Autobauer die Modernisierung seiner Fahrzeugflotte voran. Das Unternehmen vereinbarte eine strategische Kooperation mit Wayve, um das autonome Fahrsystem des Partners in künftige Mercedes-Modelle zu integrieren. Der serienmäßige Einsatz dieser Technologie ist innerhalb der kommenden zwei Jahre vorgesehen.

Belasteter Aktienkurs spiegelt Herausforderungen wider

Die Diskussionen um Kostensenkungen und Werksschließungen spiegeln sich deutlich in der Bewertung der Mercedes-Benz-Aktie wider. Das Papier notiert aktuell bei 40,76 Euro und verzeichnete seit Jahresanfang einen deutlichen Rückgang von 32 Prozent. Damit bewegt sich der Titel weiterhin in unmittelbarer Nähe seines 52-Wochen-Tiefs von 40,14 Euro, das erst am Vortag markiert worden war.

Ob die Kombination aus strikterer Kostendisziplin und neuen Technologieinitiativen das Vertrauen der Investoren nachhaltig festigen kann, hängt maßgeblich von der Umsetzung der Standortvereinbarungen ab.

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