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Symbolbild, KI-generiert

Mercedes-Benz Aktie: Wendepunkt 2026

Nach einem Gewinneinbruch von rund 40 Prozent setzt Mercedes-Benz auf Lokalisierung in China, Kostensenkung und eine umfangreiche Modelloffensive. Der erste Quartalsbericht Ende April wird zum Prüfstein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinnrückgang von etwa 40 Prozent im Jahr 2025
  • Strategie basiert auf Dreipunktplan für 2026
  • Beschleunigte Lokalisierung der Produktion in China
  • Über 40 neue Modelle in den nächsten drei Jahren

Ein Gewinnrückgang von rund 40 Prozent, ein nahezu halbierter Nettogewinn und ein Kursrückgang von gut zehn Prozent seit Jahresbeginn — das Geschäftsjahr 2025 war für Mercedes-Benz ein hartes. Der Stuttgarter Konzern hat die Schwäche analysiert und antwortet mit einem strukturierten Dreipunktplan. Der Markt wartet auf Beweise.

China als Dreh- und Angelpunkt

Der wichtigste Einzelmarkt des Konzerns wurde 2025 zur größten Belastungsquelle. Die Verkaufszahlen in China brachen um 19 Prozent ein — ein wesentlicher Treiber des gesamten Gewinnrückgangs. Hinzu kamen Zollkosten von rund 1,2 Milliarden US-Dollar und negative Währungseffekte durch den starken Euro.

Im Kerngeschäft Cars sank die Umsatzrendite von 8,1 auf 5,0 Prozent. Das sind Zahlen, die auch hartgesottene Aktionäre spüren.

Die strategische Antwort auf den China-Einbruch ist eine beschleunigte Lokalisierung: Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion stammen — niedrigere Kosten, schnellere Reaktionsfähigkeit. Parallel dazu hat der Konzern bereits 3,6 Milliarden Euro eingespart und plant, die Fertigungskosten je Fahrzeug bis 2027 um zehn Prozent zu senken. Das Joint-Venture-Werk im mexikanischen Aguascalientes soll bis Mai schließen, was rund 100.000 Einheiten Kapazität kostet.

Modelloffensive und Aktionärssignal

Die dritte Säule des Programms ist offensiv ausgerichtet: Mehr als 40 neue Fahrzeuge in drei Jahren, darunter der neue CLA — der bereits als „Car of the Year 2026″ ausgezeichnet wurde. In der ersten Jahreshälfte folgen Überarbeitungen der S-Klasse und des GLS sowie neue AMG-Modelle.

Trotz des schwierigen Jahres schlägt das Management eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor — weniger als die 4,30 Euro des Vorjahres, aber mehr als Analysten erwartet hatten. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro läuft weiter, bisher wurden rund 300 Millionen Euro abgerufen.

Erster Test Ende April

Das Management erwartet für 2026 ein EBIT deutlich über Vorjahresniveau, gestützt durch wegfallende Restrukturierungskosten. Die Zielrendite im Cars-Segment liegt bei drei bis fünf Prozent.

Ob Lokalisierung, Kostensenkung und Modelloffensive gemeinsam greifen, zeigt erstmals der Q1-Bericht am 29. April 2026. Die virtuelle Hauptversammlung am 16. April bildet den Auftakt — inklusive formaler Dividendenabstimmung. Bis dahin bleibt die Aktie, die nahe ihrem 200-Tage-Durchschnitt notiert, in einer abwartenden Haltung.

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