Zum Jahresstart setzt der Stuttgarter Autobauer verstärkt auf Software-Einnahmen, um sich im Wettbewerb gegen Tesla und chinesische Anbieter zu behaupten. Auf der CES in Las Vegas präsentiert der Konzern entscheidende Neuerungen für das eigene Betriebssystem MB.OS, während die Analysten von JPMorgan trotz des verhaltenen Jahresauftakts Potenzial sehen. Kann die Kombination aus Tech-Offensive und Analystenlob die Aktie stabilisieren?
- Strategische Partnerschaft: Kooperation mit Sony Pictures bringt Video-Streaming ins Fahrzeug.
- Analysten-Votum: JPMorgan bestätigt „Overweight“ mit einem Kursziel von 68 Euro.
- Technologie-Fokus: Neuer KI-Assistent soll das Nutzererlebnis revolutionieren.
Digitale Dienste als Erlösquelle
Mercedes-Benz nutzt die Technik-Messe CES für eine klare Botschaft: Die Zukunft liegt nicht nur im Spaltmaß, sondern in der Software. Im Zentrum steht die Integration von „RIDEVU“, einem Streaming-Service von Sony Pictures Entertainment, direkt in das Infotainment-System MBUX. Dieser Schritt unterstreicht die Strategie von CEO Ola Källenius, digitale Dienste als wiederkehrende Einnahmequelle zu etablieren und sich vom reinen Hardware-Verkauf zu lösen.
Ergänzend dazu stellten die Stuttgarter die nächste Generation ihres virtuellen Assistenten vor. Basierend auf generativer KI soll die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug intuitiver werden. Diese Entwicklung ist Teil des proprietären Betriebssystems MB.OS. Anders als viele Wettbewerber, die auf eine vollständige Google-Integration setzen, behält Mercedes die Hoheit über Kundendaten und Schnittstellen – ein wichtiger Hebel, um langfristig die Margen zu sichern.
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JPMorgan sieht Aufwärtspotenzial
Rückenwind erhält die Strategie von der Wall Street. Die US-Investmentbank JPMorgan bestätigte ihre Einstufung „Overweight“. Analyst Jose Asumendi sieht nach einem herausfordernden Jahr 2024 nun den Fokus auf der Margen-Stabilisierung und neuen Modelleinführungen. Mit einem Kursziel von 68 Euro traut die Bank dem Papier ein deutliches Aufwärtspotenzial zu.
Zum Handelsschluss gestern notierte die Aktie bei 60,44 Euro. Damit konnte sich der Kurs knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 60,05 Euro halten, was charttechnisch als erste Unterstützung gewertet werden kann. Trotz eines Rückgangs von rund 2,4 Prozent seit Jahresanfang signalisiert die Bestätigung durch institutionelle Investoren, dass das Abwärtsrisiko auf dem aktuellen Niveau als begrenzt eingeschätzt wird.
Warten auf die Februar-Zahlen
Für eine nachhaltige Trendwende fehlen noch die harten Fakten. Entscheidend wird die Präsentation der Jahreszahlen sowie des Ausblicks für 2026 im Februar sein. Investoren erwarten hier den Nachweis, dass die operative Marge trotz der hohen Investitionen in MB.OS und die kommende MMA-Plattform zweistellig bleibt. Gelingt es dem Management, diese Profitabilität glaubhaft in Aussicht zu stellen, könnte der Weg in Richtung des von JPMorgan ausgegebenen Kursziels frei werden.
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