Das Jahr 2025 endet für Mercedes-Benz mit einer ernüchternden Bilanz. Während der Erzrivale BMW bei Elektroautos weiter Boden gutmacht, kämpfen die Stuttgarter mit sinkenden Gesamtabsätzen und einer alarmierenden Nachfrageschwäche im wichtigsten Einzelmarkt der Welt. Nun muss die angekündigte Modelloffensive im laufenden Jahr die Wende bringen.
Die nackten Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf:
- Gesamtabsatz Pkw 2025: 1,8 Millionen Fahrzeuge (-9 %)
- China-Absatz: 551.900 Einheiten (-19 %)
- Elektro-Absatz (BEV): 168.800 Pkw (-9 %)
- Lichtblick: G-Klasse (+23 %) und Mercedes-AMG (+7 %)
Alarmstufe Rot im Reich der Mitte
Der Kursverlust seit Jahresbeginn von rund 5 % spiegelt die Sorgen der Anleger wider. Hauptverantwortlich für die schlechte Stimmung ist der massive Einbruch in China. Mit einem Rückgang von 19 % verliert Mercedes-Benz dort dramatisch an Boden gegenüber lokalen Premium-Konkurrenten wie NIO oder Xiaomi Auto.
Marktbeobachter werten die Prognosen als düster: Interne Schätzungen gehen offenbar davon aus, dass das Volumen in China auch 2026 unter der Marke von 500.000 Fahrzeugen bleiben könnte – ein Niveau wie vor zehn Jahren. Dieser strukturelle Gegenwind belastet die Aktie, die am Freitag bei 58,82 Euro aus dem Handel ging und damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 70,10 Euro notiert.
Elektro-Strategie gerät ins Stocken
Auch bei der Elektrifizierung verliert der Konzern den Anschluss an die bayerische Konkurrenz. Während BMW den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge um 3,6 % steigern konnte, musste Mercedes ein Minus von 9 % hinnehmen. Besonders in den USA versucht das Unternehmen nun, mit drastischen Preissenkungen gegenzusteuern: Die Einstiegspreise für EQE und EQS wurden um bis zu 15.000 US-Dollar gesenkt, um die Lagerbestände abzubauen.
Luxus-Segment als Ertragsstütze
Trotz der Volumenprobleme funktioniert die Luxus-Strategie in der Nische weiterhin. Die hochmargigen Sparten Mercedes-AMG und die G-Klasse verzeichneten Rekordwerte. Auch in den USA blieben die Verkäufe an Endkunden (Retail) stabil, während der Großhandelsabsatz aufgrund von Bestandsmanagement zurückging. Diese Mix-Verschiebung hin zu teureren Modellen könnte die Margen zumindest teilweise schützen, wenn am 12. Februar die detaillierten Finanzkennzahlen vorgelegt werden.
Charttechnik und Analysten uneins
Das charttechnische Bild bleibt gemischt. Zwar hält sich der Kurs mit knapp 59 Euro noch über dem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt von 54,74 Euro, doch der kurzfristige Trend zeigt nach unten.
Auch die Analysten finden keinen Konsens für die weitere Richtung:
* Optimisten: HSBC sieht das Kursziel bei 74 Euro und rät zum Kauf.
* Skeptiker: Barclays bewertet die Papiere nur mit „Equal-Weight“ und einem Ziel von 55 Euro.
Fazit: Das Übergangsjahr 2026
Mercedes-Benz steht vor einem entscheidenden Jahr. Mit dem Facelift der S-Klasse Ende Januar und der Einführung der elektrischen C-Klasse startet die größte Produktoffensive der Unternehmensgeschichte. Für Anleger wird entscheidend sein, ob diese Neuheiten die Schwäche in China kompensieren können und ob die Preissenkungen bei Elektroautos die Margen zu stark belasten. Klarheit über die finanzielle Auswirkung des Absatzrückgangs gibt der 12. Februar 2026.
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