Die Nachricht dürfte bei vielen Anlegern für Stirnrunzeln gesorgt haben: Direkt nach den enttäuschenden Jahreszahlen melden drei Vorstandsmitglieder von Mercedes-Benz Aktienkäufe – darunter CEO Ola Källenius höchstpersönlich. Während die Aktie nach dem Zahlenschock vom 12. Februar noch taumelte, griffen die Führungskräfte am 13. Februar zu. Zufall oder Signal?
Der Stuttgarter Autobauer hatte zuvor einen massiven Gewinneinbruch präsentiert: Der Nettogewinn sackte 2025 um 48 Prozent ab, der Umsatz ging um 9,2 Prozent auf 132 Milliarden Euro zurück. Besonders schmerzhaft: Die Pkw-Marge brach auf nur noch fünf Prozent ein – ein Wert, der selbst für kriselnde Volumenhersteller mager wäre.
Phantom Shares statt echter Überzeugung?
Die Insiderkäufe klingen auf den ersten Blick beeindruckend: Källenius erwarb Aktien für bis zu 561.385 Euro, Produktionsvorstand Jörg Burzer für 280.664 Euro und CFO Harald Wilhelm für 163.534 Euro. Doch ein Blick ins Kleingedruckte ernüchtert: Die Käufe erfolgten im Rahmen eines Phantom-Share-Programms – also eines aktienbasierten Vergütungssystems. Weder Preis noch Volumen wurden beziffert.
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Echte Überzeugungskäufe sehen anders aus. Bei Phantom Shares handelt es sich um variable Vergütungsbestandteile, die an die Aktienkursentwicklung gekoppelt sind. Die Vorstandsmitglieder erwerben die Aktien nicht aus eigener Tasche am freien Markt, sondern im Rahmen ihrer Vergütungsvereinbarungen. Das Signal an den Markt fällt damit deutlich schwächer aus als bei klassischen Insiderkäufen.
China-Krise und US-Zölle belasten
Die fundamentale Lage bleibt angespannt. Starker Wettbewerb in China – wo lokale E-Auto-Hersteller Mercedes massiv unter Druck setzen – und US-Zölle verschärfen die Situation. Hinzu kommt eine schwache Luxusnachfrage in Europa und ein gestopptes Batteriewerk. Auch die Dividende wurde gekürzt, obwohl parallel ein Aktienrückkaufprogramm läuft.
Nach dem ersten Kursrutsch konnte sich die Aktie zwar wieder etwas erholen, die strukturellen Probleme bleiben aber bestehen. Experten fordern eine neue China-Strategie für alle deutschen Premiumhersteller. Die moderate Bewertung allein wird kaum ausreichen, um nachhaltige Käufe zu rechtfertigen – erst recht nicht, wenn selbst die Vorstände nur im Rahmen von Vergütungsprogrammen zugreifen.
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