Mercedes-Benz hat 2025 das schwächste Ergebnis seit Jahren eingefahren. Der Nettogewinn brach um 48 Prozent auf 5,33 Milliarden Euro ein – ein Rückgang, der vor allem China und die gestiegenen Zollkosten als Ursache hat. Ob die eingeleiteten Gegenmaßnahmen den Konzern zurück auf Kurs bringen, wird sich bereits am 29. April zeigen, wenn die Q1-Zahlen vorliegen.
Das schwierige Jahr 2025 in Zahlen
Der Umsatz sank von 145,6 auf 132,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT fiel von 13,7 auf 8,2 Milliarden Euro. Besonders deutlich traf es die Marge im Kerngeschäft: Die bereinigte Umsatzrendite bei den Pkw fiel von 8,1 auf 5,0 Prozent. Zollkosten von rund 1,2 Milliarden US-Dollar, ein 9-prozentiger Volumenrückgang und negative Währungseffekte sorgten für den Einbruch. Immerhin federten Kosteneinsparungen von rund 3,6 Milliarden Euro den Schaden teilweise ab.
In China, dem mit Abstand wichtigsten Einzelmarkt, sank der Absatz um 19 Prozent. Der harte Wettbewerb lokaler Elektrofahrzeughersteller macht dem Premiumhersteller dort besonders zu schaffen. Als Antwort will Mercedes-Benz bis Mitte 2026 mehr als 80 Prozent der in China verkauften Fahrzeuge aus lokaler Produktion beziehen – um Kosten zu senken und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Dividende über Erwartung, Rückkäufe als Signal
Trotz des Ergebniseinbruchs schlägt das Management der Hauptversammlung am 16. April eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor. Das ist zwar weniger als die 4,30 Euro des Vorjahres, liegt aber über dem, womit Analysten gerechnet hatten. Zusätzlich plant der Konzern für 2026 Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro – ein deutliches Signal, dass das Management die Aktie für unterbewertet hält.
Die Großaktionäre Beijing Automotive und Geely haben zudem vereinbart, ihre Stimmrechtsanteile unter zehn Prozent zu halten, indem sie Aktien in das Rückkaufprogramm einbringen.
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Kostensenken und Modelloffensive als Doppelstrategie
Operativ reagiert der Konzern auf zwei Ebenen. Einerseits wird das Produktionswerk in Aguascalientes, Mexiko, bis Mai geschlossen, was die Kapazität um rund 100.000 Einheiten reduziert. Bis 2027 sollen die Produktionskosten je Fahrzeug um 10 Prozent sinken.
Andererseits setzt Mercedes-Benz auf eine Produktoffensive: Mehr als 40 neue Modelle sollen in den nächsten drei Jahren lanciert werden. Den Auftakt machen in der ersten Jahreshälfte 2026 die überarbeitete S-Klasse und das GLS-Facelift. Das neue CLA-Modell wurde bereits mit dem Titel „Car of the Year 2026″ ausgezeichnet.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt der Konzern ein Group-EBIT deutlich über dem Vorjahresniveau in Aussicht. Eine Rückkehr zu zweistelligen Margen ist allerdings erst für 2027 angepeilt. Die Aktie notiert aktuell bei 55,50 Euro und damit knapp an ihrem 200-Tage-Durchschnitt – noch deutlich unter dem Jahreshoch von 61,93 Euro. Ob die Erholung Substanz hat, dürften die Q1-Ergebnisse am 29. April zeigen.
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