Während der neue elektrische CLA in Europa zehntausendfach zugelassen wird und Auszeichnungen sammelt, ignorieren chinesische Käufer das Modell weitgehend. Diese eklatante Diskrepanz steht stellvertretend für die größte aktuelle Baustelle des Autobauers. Nach einem massiven Ertragsrückgang im vergangenen Jahr steuert das Management nun mit radikalen Lokalisierungsplänen und einem harten Sparkurs gegen.
Schwacher Absatz drückt die Bilanz
Der Gegenwind im Reich der Mitte hinterließ 2025 tiefe Spuren in den Büchern. Die Verkaufszahlen im wichtigsten Einzelmarkt brachen um 19 Prozent ein. Gepaart mit Zollkosten von rund 1,2 Milliarden US-Dollar und negativen Währungseffekten führte dies zu einer drastischen Verschlechterung der Ertragslage.
Der Konzernumsatz sank von 145,6 auf 132,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT schrumpfte deutlich von 13,7 auf 8,2 Milliarden Euro. Unter dem Strich verbuchte Mercedes-Benz einen Rückgang des Nettogewinns um 48 Prozent auf 5,33 Milliarden Euro. Aktionäre spüren diese Entwicklung direkt: Die Dividende wird um 80 Cent auf 3,50 Euro je Aktie gekürzt. Der Ex-Dividende-Tag fällt auf den 17. April 2026, die Ausschüttung folgt vier Tage später.
Modelloffensive und Milliarden-Einsparungen
Um den Abwärtstrend zu stoppen, ändert Mercedes-Benz seine Herangehensweise grundlegend. Das Unternehmen verabschiedet sich von rein globalen Konzepten und setzt stattdessen auf spezifische, regional angepasste Strategien, um dem lokalen Wettbewerb und den abweichenden Kundenpräferenzen in Asien zu begegnen.
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Für das laufende Jahr hat das Management klare operative Hebel definiert:
* Bis Mitte 2026 sollen über 80 Prozent der in China verkauften Autos lokal produziert werden.
* Sieben exklusiv für den asiatischen Markt entwickelte Modelle mit spezifischen Infotainment-Systemen sind in Planung.
* Ein umfassendes Kostensenkungsprogramm soll 2026 mehr als 3,5 Milliarden Euro einsparen.
Auf Basis dieser Maßnahmen peilt der Konzern für 2026 ein EBIT deutlich über dem Vorjahresniveau an, selbst bei stagnierenden Umsätzen. Parallel stützt das Unternehmen den Kurs durch ein bis November laufendes Rückkaufprogramm im Volumen von zwei Milliarden Euro, über das bis Ende März bereits gut 13,2 Millionen Aktien erworben wurden.
Gegenwind in den USA
Die Umsetzung des neuen Kurses trifft auf ein herausforderndes globales Marktumfeld. In den USA bremsen anhaltend hohe Kreditzinsen und geopolitische Unsicherheiten die Nachfrage spürbar aus, während in Indien seit Anfang April flächendeckende Preiserhöhungen für das gesamte Portfolio greifen. Erste harte Daten zur Wirksamkeit der neuen Kostendisziplin und der regionalen Anpassungen liefert das Management mit dem Bericht zum ersten Quartal am 29. April 2026.
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