Mercedes-Benz holt sich Hilfe aus Zuffenhausen. Ab heute leitet Stefan Weckbach die Geschäfte von Mercedes-AMG und der Top End Vehicle Group. Der ehemalige Porsche-Manager übernimmt in einer schwierigen Phase. Die Profitabilität im Pkw-Geschäft schwächelt bedenklich.
Neuer Fokus im Luxussegment
Weckbach lenkt künftig nicht nur die Sportwagenmarke AMG. Der Konzern übergibt ihm auch die Verantwortung für Maybach und die G-Klasse. Zuvor steuerte er die Produktstrategie bei Porsche und Volkswagen. Er löst Michael Schiebe ab. Dieser rückt Ende 2025 in den Konzernvorstand auf.
Die Aufgabe für den neuen Chef ist gewaltig. Im ersten Quartal verdiente die Pkw-Sparte operativ nur 933 Millionen Euro. Die bereinigte Umsatzrendite rutschte auf magere 4,1 Prozent ab. Ein intensiver Preiskampf, gepaart mit schwachen China-Verkäufen, belastet das Geschäft aktuell schwer.
Düsteres Chartbild
An der Börse verpufft die Personalie bisher. Die Aktie notiert aktuell bei 43,85 Euro und bewegt sich kaum. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf fast 29 Prozent.
Die Folge: ein düsteres Chartbild. Das Papier hält sich nur hauchdünn über dem jüngsten Jahrestief. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie beträgt weiterhin rund 20 Prozent. Aufwärtstrend und Momentum fehlen komplett.
Mercedes-Benz setzt nun voll auf das obere Luxussegment. Der Anteil dieser teuren Modelle am Gesamtabsatz lag zuletzt bei knapp 15 Prozent. Bis 2027 rollt der Konzern dutzende neue Fahrzeuge auf den Markt. Weckbach muss diese geplante Modelloffensive nun zwingend in profitables Wachstum ummünzen.
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