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Symbolbild, KI-generiert

Mercedes-Benz Aktie: Software-Offensive gestartet

Mercedes-Benz präsentiert auf der CES ein autonomes Fahrsystem, das deutlich preiswerter als Teslas Full Self-Driving ist und auf Nvidia-Technologie setzt. Parallel verschärft der Konzern den Sparkurs durch Produktionsverlagerung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Autonomes Fahrsystem für den US-Markt ab 2026
  • Preislich mehr als 50 Prozent günstiger als Tesla
  • Produktion der A-Klasse wird nach Ungarn verlagert
  • Aktie zeigt langfristig intakten Aufwärtstrend

Mercedes-Benz greift Tesla frontal an. Auf der CES in Las Vegas präsentierte der Konzern ein autonomes Fahrsystem, das deutlich günstiger ist als Teslas Full Self-Driving – und setzt dabei auf Nvidia-Technologie. Parallel dazu verschärft das Management den Sparkurs und verlagert die A-Klasse-Produktion nach Ungarn.

Die Eckdaten des neuen Systems:
* Marktstart in den USA ab 2026 im vollelektrischen CLA
* Preis: 3.950 Dollar für drei Jahre (Tesla FSD kostet 8.000 Dollar)
* Nvidia-Supercomputer mit 508 TOPS Rechenleistung
* 30 Sensoren verarbeiten Daten für autonomes Stadtfahren

Direkte Kampfansage an Tesla

Mit MB.DRIVE ASSIST PRO zielt Mercedes-Benz auf eine Lücke im US-Markt. Das SAE-Level-2-System navigiert autonom durch Stadtverkehr, Kreuzungen und Ampeln – allerdings als „Hands-on“-Lösung, bei der die Hände am Lenkrad bleiben müssen. Die Preissetzung unterbietet Teslas FSD um mehr als 50 Prozent und signalisiert, dass Stuttgart die Software-Monetarisierung ernst nimmt.

Die technologische Basis stammt von Nvidia. Der Supercomputer verarbeitet Daten von 10 Kameras, 5 Radarsensoren und 12 Ultraschallsensoren. Diese Partnerschaft verschafft Mercedes-Benz einen Vorsprung gegenüber klassischen Automobilherstellern, die noch nach technologischen Lösungen suchen.

Produktion unter Kostendruck

Zeitgleich zur Technologie-Offensive bestätigte das Unternehmen die Verlagerung der A-Klasse-Produktion. Ab dem zweiten Quartal 2026 läuft das Kompaktmodell nicht mehr in Rastatt, sondern im ungarischen Kecskemét vom Band. Der Schritt ist Teil eines Sparprogramms mit einem Zielvolumen von 5 Milliarden Euro bis Ende 2027.

Die Verlagerung verspricht niedrigere Lohn- und Betriebskosten, unterstreicht aber auch den Druck auf deutsche Standorte. Für Investoren bedeutet dies: Das Management handelt, setzt aber auf Kosteneffizienz statt auf Innovation am Heimatstandort.

Markt reagiert verhalten

Die Aktie schloss gestern bei 60,40 Euro und liegt damit knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Der langfristige Trend bleibt jedoch intakt – der Kurs notiert mehr als 11 Prozent über der 200-Tage-Linie. Analysten werten die Schwäche als Gewinnmitnahmen, sehen aber Potenzial in der Produktpipeline für 2026, zu der auch der neue elektrische GLC mit bis zu 713 Kilometern Reichweite gehört.

Die entscheidende Frage für die kommenden Monate: Wie schnell lässt sich das Software-Abo-Modell in den USA skalieren? Mercedes-Benz positioniert sich als Technologiekonzern mit wiederkehrenden Umsätzen – die Umsetzung muss nun folgen.

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