Kurz vor der Veröffentlichung der Jahresergebnisse setzt der Stuttgarter Automobilkonzern ein klares Zeichen im margenstarken Top-End-Segment. Mit der umfassenden Überarbeitung der S-Klasse stärkt das Management sein wichtigstes Profitcenter, während parallel das Aktienrückkaufprogramm weiterläuft. Anleger blicken nun gespannt auf den 12. Februar, um zu sehen, ob die strategische Ausrichtung die erwarteten Gewinnrückgänge im operativen Geschäft kompensieren kann.
Fokus auf Marge statt Masse
Die am 29. Januar vorgestellte Modellpflege der S-Klasse unterstreicht die Strategie, Rentabilität vor Volumen zu stellen. Das Flaggschiff, dessen Einstiegspreis nun bei über 121.000 Euro liegt, erhielt laut Unternehmensangaben mehr als 2.700 neu entwickelte oder überarbeitete Komponenten, darunter das eigene Betriebssystem MB.OS.
Für Investoren ist dies relevant, da die S-Klasse zusammen mit Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und der G-Klasse das sogenannte Top-End-Segment bildet. Die Absatzzahlen für 2025 bestätigen die Wichtigkeit dieser Sparte: Während der konzerweite Absatz um rund 10 Prozent auf 2,16 Millionen Fahrzeuge sank, verzeichnete Mercedes-AMG ein Plus von 7 Prozent. Die G-Klasse erzielte mit 49.700 Einheiten sogar einen neuen Rekordwert.
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Aktienrückkauf als Kursstütze
Neben der Modelloffensive treibt der Konzern die Pflege des Aktienkurses über Rückkäufe voran. Bis zum 23. Januar 2026 wurden im Rahmen des laufenden Programms bereits 7.847.774 eigene Anteile erworben. Allein in der Woche vom 19. bis 23. Januar kaufte das Unternehmen 731.652 Aktien zurück. Das Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro soll bis zum vierten Quartal 2026 ausgeschöpft werden, was dem Kurs eine gewisse technische Unterstützung bietet.
Spannung vor den Jahreszahlen
Trotz des starken vierten Quartals beim Absatz (558.400 Einheiten) sind die finanziellen Erwartungen für den kommenden Berichtstermin gedämpft. Analysten prognostizieren für das Schlussquartal 2025 einen Gewinn je Aktie von durchschnittlich 1,23 Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 2,57 Euro des Vorjahresquartals. Der Umsatz wird auf rund 34,87 Milliarden Euro geschätzt.
Am 12. Februar wird sich zeigen, wie stark sich der Absatzrückgang auf die Bilanz durchgeschlagen hat und welche Prognose das Management für das laufende Jahr abgibt. Entscheidend für die Marktreaktion dürfte sein, ob die Produktneuheiten wie die S-Klasse, der elektrische GLC und der prämierte CLA ausreichen, um die Margenziele für 2026 glaubhaft zu untermauern.
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