Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Mercedes-Benz Aktie: Signal im Luxussegment

Mercedes-Benz Aktie: Signal im Luxussegment

Mercedes-Benz stärkt mit einer umfassenden Überarbeitung der S-Klasse sein profitables Top-End-Segment und setzt Aktienrückkäufe fort. Die Spannung vor den Jahresergebnissen am 12. Februar ist hoch, da Analysten einen deutlichen Gewinnrückgang erwarten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umfassende Modellpflege für das Flaggschiff S-Klasse
  • Aktienrückkaufprogramm mit Milliardenvolumen läuft weiter
  • Top-End-Segment verzeichnete 2025 Absatzplus
  • Analysten erwarten deutlich niedrigeren Quartalsgewinn

Kurz vor der Veröffentlichung der Jahresergebnisse setzt der Stuttgarter Automobilkonzern ein klares Zeichen im margenstarken Top-End-Segment. Mit der umfassenden Überarbeitung der S-Klasse stärkt das Management sein wichtigstes Profitcenter, während parallel das Aktienrückkaufprogramm weiterläuft. Anleger blicken nun gespannt auf den 12. Februar, um zu sehen, ob die strategische Ausrichtung die erwarteten Gewinnrückgänge im operativen Geschäft kompensieren kann.

Fokus auf Marge statt Masse

Die am 29. Januar vorgestellte Modellpflege der S-Klasse unterstreicht die Strategie, Rentabilität vor Volumen zu stellen. Das Flaggschiff, dessen Einstiegspreis nun bei über 121.000 Euro liegt, erhielt laut Unternehmensangaben mehr als 2.700 neu entwickelte oder überarbeitete Komponenten, darunter das eigene Betriebssystem MB.OS.

Für Investoren ist dies relevant, da die S-Klasse zusammen mit Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und der G-Klasse das sogenannte Top-End-Segment bildet. Die Absatzzahlen für 2025 bestätigen die Wichtigkeit dieser Sparte: Während der konzerweite Absatz um rund 10 Prozent auf 2,16 Millionen Fahrzeuge sank, verzeichnete Mercedes-AMG ein Plus von 7 Prozent. Die G-Klasse erzielte mit 49.700 Einheiten sogar einen neuen Rekordwert.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Mercedes-Benz?

Aktienrückkauf als Kursstütze

Neben der Modelloffensive treibt der Konzern die Pflege des Aktienkurses über Rückkäufe voran. Bis zum 23. Januar 2026 wurden im Rahmen des laufenden Programms bereits 7.847.774 eigene Anteile erworben. Allein in der Woche vom 19. bis 23. Januar kaufte das Unternehmen 731.652 Aktien zurück. Das Gesamtvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro soll bis zum vierten Quartal 2026 ausgeschöpft werden, was dem Kurs eine gewisse technische Unterstützung bietet.

Spannung vor den Jahreszahlen

Trotz des starken vierten Quartals beim Absatz (558.400 Einheiten) sind die finanziellen Erwartungen für den kommenden Berichtstermin gedämpft. Analysten prognostizieren für das Schlussquartal 2025 einen Gewinn je Aktie von durchschnittlich 1,23 Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 2,57 Euro des Vorjahresquartals. Der Umsatz wird auf rund 34,87 Milliarden Euro geschätzt.

Am 12. Februar wird sich zeigen, wie stark sich der Absatzrückgang auf die Bilanz durchgeschlagen hat und welche Prognose das Management für das laufende Jahr abgibt. Entscheidend für die Marktreaktion dürfte sein, ob die Produktneuheiten wie die S-Klasse, der elektrische GLC und der prämierte CLA ausreichen, um die Margenziele für 2026 glaubhaft zu untermauern.

Anzeige

Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.