Am 4. März legt Mercedes-Benz den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vor – nach einem Jahr mit 40 Prozent Gewinneinbruch und gekappter Dividende. Die groben Zahlen kennt der Markt bereits. Doch jetzt kommt es auf die Details an: Wie konkret ist der Restrukturierungsplan? Und wie will der Konzern die angekündigte Produktoffensive finanzieren, wenn der Cashflow weiter schrumpft?
Das Ausmaß des Rückschlags
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das bereinigte EBIT brach 2025 um 40 Prozent auf 8,20 Milliarden Euro ein. Der Umsatz sank auf 132,2 Milliarden Euro. Besonders enttäuschend fiel das Schlussquartal aus – das EBIT von 1,60 Milliarden Euro lag klar unter der Analystenerwartung von 1,93 Milliarden Euro.
Hauptverantwortlich für die Schwäche: Zollkosten von rund 1,2 Milliarden Dollar, massiver Wettbewerbsdruck in China und Währungsgegenwind. Immerhin dämpften Kostensenkungen von 3,6 Milliarden Euro den Schaden teilweise ab. Das berichtete EBIT belief sich auf nur 5,80 Milliarden Euro – Restrukturierungskosten von 1,62 Milliarden Euro belasteten zusätzlich.
Dividende über pessimistischen Erwartungen
Der Dividendenvorschlag von 3,50 Euro je Aktie für die Hauptversammlung am 16. April bedeutet zwar einen Rückgang gegenüber den 4,30 Euro des Vorjahres. Allerdings hatten einige Analysten mit noch stärkeren Kürzungen gerechnet. Kritisch bleibt jedoch der freie Cashflow im Industriegeschäft: Er sackte bereits 2025 von 9,2 auf 5,4 Milliarden Euro ab – und soll 2026 nochmals leicht sinken.
Die Antwort: Sparen und investieren zugleich
Mercedes-Benz kündigt die größte Produktoffensive der Firmengeschichte an. Mehr als 40 neue Modelle sollen in den kommenden drei Jahren starten. Parallel dazu verschärft der Konzern den Sparkurs: Die mexikanische Produktion in Aguascalientes läuft aus, die Stückkosten sollen bis 2027 um 10 Prozent sinken.
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Für China plant Stuttgart ab Mitte 2026 eine Lokalisierungsquote von über 80 Prozent – eine direkte Reaktion auf den brutalen Wettbewerb im wichtigsten Einzelmarkt. Fast ein Drittel aller Pkw setzte Mercedes-Benz 2025 dort ab. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro soll die Aktie zusätzlich stützen.
Vorsichtige Erholung für 2026
Der Ausblick bleibt verhalten: Mercedes-Benz erwartet den Umsatz auf Vorjahresniveau, das Group-EBIT soll deutlich steigen. In der Pkw-Sparte peilt der Konzern eine bereinigte Umsatzrendite von 3 bis 5 Prozent an. Erst 2027 will CEO Ola Källenius wieder zweistellige Margen erreichen.
Am 4. März wird sich zeigen, wie überzeugend die Details des Umbaus sind – und ob die Kapitalmärkte dem Management den Spagat zwischen Sparkurs und Investitionsoffensive zutrauen. Die Q1-Zahlen folgen dann am 29. April.
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