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Mercedes-Benz Aktie: S-Klasse-Premiere rückt näher

Mercedes-Benz präsentiert das umfangreichste S-Klasse-Update seit Generationen als wichtigen Margenbringer, während die Absatzzahlen 2025 ein gemischtes Bild zeigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umfassendes Facelift für die Oberklasse-Ikone am 29. Januar
  • Gesamtabsatz 2025 um 10 Prozent auf 2,16 Millionen gesunken
  • G-Klasse und Mercedes-AMG verzeichnen Rekordzahlen
  • China-Geschäft belastet mit deutlichem Absatzminus

Mercedes-Benz steht vor einem entscheidenden Moment: Am 29. Januar präsentiert der Konzern das umfassendste S-Klasse-Update seit dem Generationswechsel. Über 2.700 Teile wurden überarbeitet – mehr als die Hälfte des Fahrzeugs. Die Limousine gilt als Technologieträger und wichtiger Margenbringer im lukrativen Top-End-Segment. Während die Aktie konsolidiert, hoffen Anleger auf frische Impulse durch die Neuauflage der Oberklasse-Ikone.

Die wichtigsten Fakten:
– S-Klasse-Weltpremiere am 29. Januar mit neuem V8-Motor und MB.OS-Integration
– 2,16 Millionen verkaufte Fahrzeuge 2025 (-10% vs. Vorjahr)
– G-Klasse erzielt Rekord mit 49.700 Auslieferungen (+23%)
– China-Geschäft unter Druck: -19% auf 551.900 Einheiten
– Analysten sehen Kurspotenzial bis 63 Euro

Technologie-Offensive in der Oberklasse

Das S-Klasse-Facelift markiert einen Technologiesprung: Ein neues V8-Aggregat mit Flachkurbelwelle, die vollständige MB.OS-Integration und eine Cloud-basierte Airmatic-Luftfederung sollen die Marktposition im Premium-Segment verteidigen. CEO Ola Källenius setzt zudem auf Hardware-Vorbereitung für Level-4-Autonomie. Die S-Klasse erwirtschaftet traditionell überdurchschnittliche Margen und ist für die Profitabilität des Konzerns zentral.

Parallel gewinnt der neue elektrische CLA als „Car of the Year 2026“ an Fahrt. Die Auftragsbücher füllen sich laut Unternehmen rapide. Das Modell auf der MMA-Plattform leitet die größte Produkt- und Technologieoffensive in der Firmengeschichte ein.

Absatzzahlen zeigen Licht und Schatten

Mercedes verkaufte 2025 rund 2,16 Millionen Fahrzeuge – ein Minus von 10 Prozent. Das vierte Quartal entwickelte sich mit 558.400 Einheiten zum stärksten des Jahres (+6% gegenüber Q3). Im Top-End-Segment lieferte der Konzern 268.000 Fahrzeuge aus, was einem Anteil von 15 Prozent am Gesamtabsatz entspricht.

Mercedes-AMG glänzte mit einem der besten Ergebnisse der Markengeschichte: 145.000 Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 7 Prozent. Die G-Klasse feierte mit 49.700 Auslieferungen (+23%) ein Rekordjahr. Der Batterieelektrik-Absatz stieg im vierten Quartal um 3 Prozent auf 50.400 Einheiten.

China bleibt Problemzone

Regional zeigt sich ein gemischtes Bild: China belastet mit einem Rückgang von 19 Prozent auf 551.900 Fahrzeuge. In den USA sanken die Konzernverkäufe um 12 Prozent, während die Kundenauslieferungen leicht zulegten (+1% auf 303.200 Einheiten). Europa erwies sich mit 634.600 verkauften Fahrzeugen als stabil (-1%).

Der Konzern reagiert auf den Margendruck im Einstiegssegment: Ab dem zweiten Quartal 2026 wandert die A-Klasse-Produktion vom Standort Rastatt ins ungarische Kecskemét. Die Verlagerung soll die Kostenstruktur verbessern.

Moderate Bewertung trifft auf Produktoffensive

Mit einem KGV von etwa 9,3 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,6 erscheint die Aktie im historischen Vergleich günstig bewertet. Analysten sehen ein durchschnittliches Kursziel von rund 63 Euro – etwa 8 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Die kommenden Wochen bringen wichtige Termine: Nach der S-Klasse-Premiere am 29. Januar folgt im Februar die Jahresergebniskonferenz. Am 10. März präsentiert Mercedes den elektrischen VLE aus der Transporter-Sparte, Ende April steht der Q1-Quartalsbericht an. Die Produktoffensive nimmt Fahrt auf – ob sie die Aktienkursentwicklung beschleunigt, wird sich zeigen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.