Über 8,5 Millionen eigene Aktien hat Mercedes-Benz seit Anfang November zurückgekauft. Während der Konzern sein Kapitalmarktprogramm konsequent vorantreibt, setzt er mit einem aufwendig inszenierten Facelift der S-Klasse gleichzeitig ein Ausrufezeichen im Luxussegment. Doch wie passt die defensive Maßnahme des Aktienrückkaufs zur offensiven Produktstrategie?
Die wichtigsten Fakten:
- Seit Programmstart am 3. November 2025: 8.580.254 Aktien zurückgekauft
- Allein letzte Januarwoche: 732.480 Aktien über XETRA erworben
- Jahresergebnisse 2025 werden am 12. Februar vorgelegt
- BlackRock hält rund 6,17 Prozent der Stimmrechte
Millionen-Programm auf Kurs
Die Zahlen aus der Pflichtmitteilung vom 2. Februar zeigen: Mercedes-Benz kauft kontinuierlich eigene Aktien zurück. In der letzten Januarwoche kamen weitere 732.480 Papiere hinzu. Damit summiert sich das Volumen seit dem Startschuss vor drei Monaten auf über 8,5 Millionen Aktien. Die Rückkäufe laufen über eine beauftragte Bank ausschließlich über die Handelsplattform XETRA.
Mit dem Programm signalisiert der Vorstand Vertrauen in die eigene Aktie und bedient gleichzeitig die Erwartungen institutioneller Anleger. BlackRock etwa hält eine Beteiligung von 6,17 Prozent – eine Position, die das Interesse großer Vermögensverwalter am Stuttgarter Konzern unterstreicht.
S-Klasse-Show mit Roger Federer
Ende Januar inszenierte Mercedes-Benz die Präsentation der überarbeiteten S-Klasse mit prominenter Unterstützung. Tennis-Legende Roger Federer fuhr das Fahrzeug im Mercedes-Benz Museum auf die Bühne, Nvidia-Chef Jensen Huang war per Video zugeschaltet. Der Aufwand für ein vergleichsweise moderates Facelift verdeutlicht: Die Flaggschiff-Limousine bleibt das Aushängeschild der Marke im Kampf um die Luxus-Positionierung.
Zahlen stehen bevor
Am 12. Februar legt Mercedes-Benz die Jahresergebnisse für 2025 vor. Der vollständige Geschäftsbericht folgt am 4. März, die virtuelle Hauptversammlung ist für den 16. April angesetzt. Bis zur Vorlage der Q1-Zahlen am 29. April dürfte der Aktienrückkauf weiterlaufen – ein kontinuierliches Signal an den Kapitalmarkt.
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