Mercedes-Benz kauft weiter eigene Aktien zurück – und das mit beachtlichem Tempo. Knapp zwei Wochen vor der Präsentation der Jahreszahlen für 2025 hat der Konzern in der dritten Januarwoche weitere 731.652 Aktien vom Markt genommen. Seit Programmstart im November summiert sich das Volumen bereits auf fast 7,9 Millionen Papiere. Doch der Kontext ist heikel: Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von Gegenwind, und die Unsicherheit in der Branche bleibt hoch.
Die wichtigsten Fakten:
- 731.652 Aktien in der Woche vom 19. bis 23. Januar 2026 zurückgekauft
- 7,85 Millionen Aktien seit Programmstart am 3. November 2025 erworben
- Durchschnittspreise zwischen 57,12 und 58,83 Euro je Aktie
- 12. Februar 2026: Jahresergebniskonferenz für 2025
- 2,2 Millionen Fahrzeuge im Gesamtjahr 2025 verkauft
Kontinuität trotz schwachem Umfeld
Der Stuttgarter Autobauer setzt sein Aktienrückkaufprogramm konsequent fort. Die Transaktionen erfolgen über Xetra und werden gemäß EU-Marktmissbrauchsverordnung über eine beauftragte Bank abgewickelt. Die gewichteten Durchschnittspreise der jüngsten Woche lagen zwischen 57,12 und 58,83 Euro – nah am aktuellen Kursniveau von 57,12 Euro.
Das Timing ist bemerkenswert: Während die Branche mit schwacher China-Nachfrage, intensivem Wettbewerb im E-Auto-Segment und regulatorischen Unsicherheiten kämpft, signalisiert Mercedes mit den Rückkäufen Vertrauen in die eigene Substanz. Ob das ausreicht, um Anleger zu überzeugen, wird sich am 12. Februar zeigen.
Geschäftsjahr 2025: Gewinnrückgang erwartet
Die Zahlen zum dritten Quartal 2025 gaben bereits einen Vorgeschmack: Mit einem Gewinn je Aktie von 1,22 Euro blieb Mercedes unter den Analystenerwartungen von 1,41 Euro. Für das Gesamtjahr 2025 verkaufte der Konzern rund 2,2 Millionen Pkw und Vans. Der vollständige Geschäftsbericht folgt am 4. März 2026, die Hauptversammlung ist für den 16. April angesetzt.
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CEO kritisiert EU-Regulierung
Parallel zum Rückkaufprogramm sorgt die Diskussion um die EU-Elektroauto-Vorgaben für Wirbel. CEO Ola Källenius äußerte sich am 29. Januar kritisch zu den gelockerten Regularien: Die Feinheiten der Vorschläge könnten die beabsichtigten Vorteile zunichtemachen, sagte er laut Reuters bei der Vorstellung der überarbeiteten S-Klasse. Die EU-Kommission hatte im Dezember 2025 Pläne präsentiert, die das faktische Verbrenner-Verbot ab 2035 aufweichen.
Die Kritik verdeutlicht die Zwickmühle der Branche: Zu strenge Vorgaben belasten die Wettbewerbsfähigkeit, zu vage Regeln schaffen Unsicherheit. Wettbewerber wie General Motors und Hyundai haben ihre Q4-Zahlen bereits vorgelegt – das Umfeld bleibt angespannt.
Am 12. Februar wird Mercedes die Karten auf den Tisch legen. Dann zeigt sich, ob die Aktienrückkäufe mehr sind als ein Signal – und ob der Konzern trotz schwierigem Umfeld die Erwartungen erfüllen kann.
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