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Mercedes-Benz Aktie: Robotaxi-Pläne

Mercedes-Benz treibt autonome Fahrdienste mit Partnern voran. Die S-Klasse soll als Plattform für Level-4-Taxis dienen, erste Tests in Abu Dhabi sind für 2026 geplant.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategische Allianz mit NVIDIA und Uber
  • S-Klasse als Basis für autonome Taxis
  • Erste Testfahrzeuge 2026 in Abu Dhabi
  • Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig

Mercedes-Benz schiebt seine Robotaxi-Ambitionen an – und setzt dafür nicht auf eine Einzellösung, sondern auf ein Bündnis mit Schwergewichten wie NVIDIA und Uber. Der Plan: Die neue S-Klasse soll zur Plattform für Level-4-Fahrdienste werden. Doch wie konkret ist das Vorhaben schon?

Kooperation setzt auf S-Klasse-Technik

Kern der Strategie ist die neue S-Klasse als Basis eines Robotaxi-Ökosystems. Ausschlaggebend ist laut Unternehmen die integrierte Redundanz bei zentralen Funktionen wie Lenkung, Bremsen, Rechenleistung und Stromversorgung – also genau dort, wo ein fahrerloser Betrieb robuste Sicherheitsreserven braucht.

In der Ende Januar bekannt gegebenen Kooperation liefert NVIDIA die technologische Grundlage. Geplant ist der Einsatz der DRIVE-Hyperion-Architektur inklusive kompletter DRIVE-AV-Level-4-Software. Dazu kommen Alpamayo-KI-Modelle, Simulationswerkzeuge sowie Datensätze. Uber übernimmt die Rolle als Vertriebspartner und soll die Fahrzeuge über die eigene Mobilitätsplattform für Nutzer verfügbar machen.

Erste Tests: Abu Dhabi im Fokus

Parallel dazu läuft ein weiteres Level-4-Projekt mit dem chinesischen Softwareentwickler Momenta. Als operativer Anker ist der Mobilitätsanbieter Lumo vorgesehen, eine Tochter des Technologieunternehmens K2. Der Startpunkt für die S-Klasse-Robotaxis ist Abu Dhabi: Erste Testfahrzeuge sollen noch in diesem Jahr auf öffentlichen Straßen der Emirate fahren.

Damit verfolgt Mercedes-Benz nicht nur einen Partner-Ansatz, sondern gleich mehrere technische Pfade – ein Hinweis darauf, wie anspruchsvoll der Schritt vom Assistenzsystem zur echten Level-4-Flotte ist.

Aktienrückkauf und wichtige Termine

Neben der Robotaxi-Story läuft das Aktienrückkaufprogramm planmäßig weiter. Das im November 2025 gestartete Programm umfasst bis zu 2 Milliarden Euro, ist auf zwölf Monate ausgelegt und läuft bis zum 3. November 2026. Insgesamt könnten bis zu 96 Millionen Aktien zurückgekauft werden; die Papiere sollen eingezogen werden.

Zwischen dem 26. und 30. Januar wurden laut Mitteilung vom 2. Februar 2026 insgesamt 732.480 Aktien erworben. Seit Start am 3. November 2025 summiert sich der Rückkauf auf 8.580.254 eigene Aktien.

Wichtige Fakten auf einen Blick:
– Robotaxi-Partner: NVIDIA und Uber (zusätzlich Level-4-Projekt mit Momenta)
– Plattform: neue S-Klasse, ausgelegt auf redundante Systeme
– Geplante Testregion: Abu Dhabi (erste Fahrzeuge noch 2026 auf öffentlichen Straßen)
– Aktienrückkauf: bis zu 2 Mrd. Euro bis 03.11.2026; bisher 8.580.254 Aktien zurückgekauft
– Nächster fixer Termin: 12. Februar 2026 (Jahresergebniskonferenz, Q4 2025)

An der Börse zeigt sich der Titel zuletzt stabiler: Heute notiert die Aktie bei 59,58 Euro und liegt damit leicht über dem gestrigen Schlusskurs von 58,42 Euro.

Zum nächsten konkreten Taktgeber wird der 12. Februar: Auf der Jahresergebniskonferenz dürfte sich zeigen, wie Mercedes-Benz seine Robotaxi-Initiativen und den laufenden Aktienrückkauf in den strategischen Prioritäten für 2026 gewichtet.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.