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Mercedes-Benz Aktie: Radikaler Umbau

Mercedes-Benz treibt strategische Neuausrichtung voran, verkauft Leasing-Tochter Athlon und sieht sich mit einer Rating-Herabstufung konfrontiert. Der Aktienkurs bleibt trotz der Nachrichten stabil.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkaufsgespräche für Leasing-Tochter Athlon laufen
  • Design-Chef Gorden Wagener verlässt das Unternehmen
  • Ratingagentur Scope stuft Bonität herab
  • Aktienkurs zeigt sich robust über 59 Euro

Mercedes-Benz räumt auf. Von der Leasing-Sparte bis zur Design-Spitze bleibt beim Stuttgarter Autobauer derzeit kaum ein Stein auf dem anderen. Während ein geplanter Milliarden-Deal frisches Kapital in die Kassen spülen soll, wirft eine Rating-Herabstufung Fragen zur Profitabilität auf. Gelingt dem Konzern mit dieser strategischen Zäsur die Flucht nach vorn?

  • Verkauf: Verhandlungen mit BNP Paribas über Leasing-Tochter Athlon (ca. 1 Mrd. Euro)
  • Personal: Design-Chef Gorden Wagener verlässt den Konzern Anfang 2026
  • Rating: Scope senkt Bonität auf „A“, hebt Ausblick jedoch auf „stabil“
  • Kurs: Aktie hält sich trotz Nachrichtenflut stabil über 59 Euro

Strategische Neuaufstellung und Milliarden-Deal

Der Konzern treibt die Bereinigung seines Portfolios aggressiv voran. Im Zentrum steht die Leasing-Tochter Athlon, für die Mercedes-Benz derzeit konkrete Verkaufsgespräche mit der französischen Großbank BNP Paribas führt. Marktbeobachter taxieren das Volumen der Transaktion auf rund eine Milliarde Euro.

Dieser Schritt folgt einer klaren Logik: Kapitalintensive Randbereiche werden abgestoßen, um Ressourcen auf das Kerngeschäft mit Premium-Fahrzeugen und die teure Transformation zu fokussieren. Das Management signalisiert damit Handlungsfähigkeit, um den finanziellen Spielraum ohne neue Schuldenaufnahme zu erweitern.

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Wechsel an der Design-Spitze

Parallel zum strukturellen Umbau endet eine Ära. Gorden Wagener, der das Gesicht der Marke fast drei Jahrzehnte prägte, räumt zum 31. Januar 2026 seinen Posten. Sein Nachfolger wird Bastian Baudy, der bisherige Designleiter der Performance-Marke AMG. Zusammen mit weiteren Abgängen, wie dem von Antriebs-Chef Torsten Eder, deutet dies auf einen tiefgreifenden Kulturwandel in der Führungsebene hin.

Finanzlage und Marktreaktion

Die Ratingagentur Scope sorgte indes für einen Dämpfer und senkte die Bonitätsbewertung von „A+“ auf „A“. Als Grund nannten die Analysten reduzierte Gewinnerwartungen für die kommenden zwei Jahre. Wichtig für Anleger ist jedoch die Anhebung des Ausblicks auf „stabil“, was die solide Substanz des Unternehmens unterstreicht. Auch das Management bestätigte den Zeitplan für das 5-Milliarden-Euro-Sparprogramm bis Ende 2027, trat aber Spekulationen über eine vorzeitige Umsetzung entgegen.

An der Börse werden die Umbaupläne gefasst aufgenommen. Der Kurs von aktuell 59,63 Euro zeigt sich widerstandsfähig und notiert mit einem minimalen Tagesverlust von 0,20 Prozent stabil. Technisch betrachtet hält sich das Papier damit über dem wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 58,19 Euro. Investoren honorieren offenbar, dass Mercedes-Benz die Probleme aktiv angeht, statt sie auszusitzen. Der Fokus liegt nun auf der operativen Marge in den nächsten Quartalen, die beweisen muss, dass die Verschlankung auch in der Bilanz greift.

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