Nach einem massiven Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr drückt der Stuttgarter Autobauer bei der Erneuerung seines Portfolios aufs Tempo. Mit dem größten Produktprogramm der Unternehmensgeschichte und harten Einschnitten bei den Produktionskosten steuert das Management gegen die anhaltende Schwäche auf dem asiatischen Markt. Die jüngsten Modellvorstellungen zeigen, wie diese zweigleisige Strategie in der Praxis aussehen soll.
Bilanz und harte Einschnitte
Die Zahlen für 2025 fielen ernüchternd aus. Der Konzerngewinn sackte um rund 49 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro ab, das operative Ergebnis schrumpfte um 57 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt sich im Aktienkurs wider, der bei aktuell 54,00 Euro notiert und seit Jahresbeginn ein Minus von gut 12 Prozent verzeichnet. Als Reaktion zieht der Konzern die Zügel bei den Ausgaben straff an. Bis 2027 sollen die Fertigungskosten pro Fahrzeug um zehn Prozent sinken. Ein zentraler Baustein dieses Plans ist die Schließung des Joint-Venture-Werks im mexikanischen Aguascalientes bis Mai 2026, wodurch Kapazitäten von 100.000 Einheiten vom Netz gehen.
Hoffnungsträger CLA und VLE
Gleichzeitig investiert der Autobauer massiv in neue Fahrzeuge. Innerhalb von drei Jahren sollen mehr als 40 neue Modelle auf den Markt kommen. Eine Schlüsselrolle spielt der neue CLA, der im Januar als erstes Mercedes-Modell seit 1974 die Auszeichnung „Car of the Year“ erhielt. Die elektrische Variante bietet eine Reichweite von bis zu 792 Kilometern und lädt dank 800-Volt-Technologie in zehn Minuten Strom für 325 Kilometer nach. Laut Unternehmensangaben sind die Auftragsbücher für das Modell bereits bis in die zweite Jahreshälfte gefüllt.
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Auch im Nutzfahrzeugsegment erweitert das Unternehmen das Angebot: Erst vergangene Woche präsentierte die Transporter-Sparte den elektrischen Luxusvan VLE. Das Modell basiert auf der neuen VAN.EA-Plattform und zielt mit über 700 Kilometern Reichweite auf das Premiumsegment ab.
Lokalisierung in China
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem chinesischen Markt, wo die Verkaufszahlen 2025 um 19 Prozent einbrachen und hohe Zollkosten das Ergebnis belasteten. Um die Kostenstruktur der lokalen Konkurrenz direkt anzugreifen, verlagert der Konzern die Produktion zunehmend vor Ort. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der in China verkauften Fahrzeuge direkt dort vom Band rollen.
Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem operativen Ergebnis deutlich über den Werten von 2025. Das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro für 2026 läuft trotz der auf 3,50 Euro gekürzten Dividende weiter. Ein erster belastbarer Indikator für den Erfolg der kombinierten Spar- und Modelloffensive folgt am 29. April 2026 mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal.
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