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Mercedes-Benz Aktie: Harter Sanierungskurs

Nach einem Gewinnrückgang von 40 Prozent im Jahr 2025 leitet Mercedes-Benz drastische Maßnahmen ein, darunter Kostensenkungen und eine Modelloffensive, um die Profitabilität wiederherzustellen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bereinigtes EBIT sank auf 8,2 Milliarden Euro
  • Starker Absatzrückgang von 19 Prozent in China
  • Vorgeschlagene Dividende von 3,50 Euro je Aktie
  • Mehr als 40 neue Modelle in drei Jahren geplant

Ein Gewinneinbruch von 40 Prozent und schwindende Margen im Kerngeschäft zwingen Mercedes-Benz zum Handeln. Um die schwachen Zahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 hinter sich zu lassen, greift das Management zu drastischen Maßnahmen. Eine umfassende Modelloffensive und harte strukturelle Einschnitte sollen den Autobauer nun wieder auf Kurs bringen.

Die Bilanz für 2025 fällt ernüchternd aus. Das bereinigte EBIT sackte auf 8,2 Milliarden Euro ab, während sich der Nettogewinn nahezu halbierte. Verantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem hohe Zollbelastungen, ungünstige Währungseffekte und ein schmerzhafter Absatzrückgang von 19 Prozent im wichtigsten Einzelmarkt China. Dort macht den Stuttgartern die harte Konkurrenz lokaler Elektroautohersteller schwer zu schaffen. Die anhaltende Skepsis der Investoren spiegelt sich auch im Chartbild wider: Mit einem Schlusskurs von 54,64 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 11 Prozent und notiert damit unter der 200-Tage-Linie.

Drei Säulen für die Wende

Um die Profitabilität zurückzugewinnen, stützt sich der Konzern auf eine dreiteilige Gegenstrategie. An erster Stelle stehen strikte Kostensenkungen. Neben bereits realisierten Einsparungen in Milliardenhöhe schließt Mercedes-Benz bis Mai ein Joint-Venture-Werk in Mexiko, um Überkapazitäten abzubauen.

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Gleichzeitig forciert das Unternehmen die lokale Produktion in Asien. Bis Mitte 2026 sollen mehr als 80 Prozent der in China verkauften Fahrzeuge direkt im Land gefertigt werden, was die Kostenstrukturen deutlich verbessern und die Flexibilität erhöhen dürfte. Hausgemachter Rückenwind soll zudem durch mehr als 40 neue Modelle innerhalb der nächsten drei Jahre entstehen.

Dividende als Signal der Stabilität

Trotz des schwierigen Umfelds federt das Unternehmen die Auswirkungen für Anteilseigner ab. Vor der Hauptversammlung am 16. April schlägt der Vorstand eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor. Obwohl dies ein Rückgang gegenüber den 4,30 Euro des Vorjahres ist, werten Marktbeobachter die Ausschüttung als Zeichen der finanziellen Stabilität, da im Vorfeld mit deutlicheren Kürzungen gerechnet wurde. Flankiert wird dies von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm.

Für das laufende Jahr geht das Management wieder von einem steigenden operativen Gewinn aus. Erste handfeste Belege für das Greifen der Restrukturierungsprogramme und der neuen China-Strategie liefert der Konzern am 29. April mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal.

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