Mercedes-Benz zieht einen Schlussstrich unter ein enttäuschendes Geschäftsjahr 2025. Mit einem Gewinneinbruch von fast 50 Prozent und einer gekürzten Dividende dokumentiert der Stuttgarter Autobauer die aktuelle Krise schonungslos. Doch statt in Schockstarre zu verfallen, verordnet das Management dem Konzern eine radikale Kur aus Sparmaßnahmen und Modelloffensive – reicht das für die Trendwende?
Zahlenwerk unter Druck
Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: Der Konzernnettogewinn brach im vergangenen Jahr um 48 Prozent auf 5,33 Milliarden Euro ein. Sinkende Fahrzeugverkäufe und ein Preisrückgang drückten die bereinigte Umsatzrendite in der Pkw-Sparte auf magere 5,0 Prozent. Verantwortlich hierfür sind nicht nur schwächelnde Absätze, sondern auch externe Belastungsfaktoren wie hohe Zollkosten und negative Währungseffekte.
Besonders der wichtigste Einzelmarkt China bereitet Sorgen. Hier ging der Absatz um 19 Prozent zurück, da heimische Elektro-Konkurrenten Mercedes zunehmend Marktanteile abjagen. Die strategische Antwort aus Stuttgart lautet: mehr Lokalisierung. Bis Mitte 2026 sollen über 80 Prozent der dort verkauften Autos auch vor Ort produziert werden, um Kosten zu senken und schneller auf Markttrends reagieren zu können.
Dividende und Sparmaßnahmen
Für Aktionäre bedeutet das Ergebnis spürbare Einschnitte. Die Dividende wird von 4,30 Euro auf 3,50 Euro gekürzt – ein Schritt, den Marktbeobachter angesichts der Lage dennoch als vergleichsweise moderat bewerten. Parallel stützt der Konzern den Kurs weiterhin durch Aktienrückkäufe. Für das Jahr 2026 ist hierfür ein Volumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro eingeplant.
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Um die Profitabilität langfristig wiederherzustellen, setzt Mercedes zudem den Rotstift an. Das Werk im mexikanischen Aguascalientes wird bis Mai 2026 geschlossen, was die Kapazitäten deutlich reduziert. Gleichzeitig soll die größte Produktoffensive der Firmengeschichte, angeführt vom neuen CLA und Updates der S-Klasse, frische Impulse liefern. Das Ziel ist ambitioniert: Die Produktionskosten pro Fahrzeug sollen bis 2027 um zehn Prozent sinken.
Reaktion der Anleger
An der Börse überwiegt derzeit noch die Skepsis. Die Aktie notiert bei 54,97 Euro und hat seit Jahresanfang bereits 10,84 Prozent an Wert verloren. Der deutliche Abstand zum 52-Wochen-Hoch von knapp 62 Euro verdeutlicht den Vertrauensverlust, den das Management nun zurückgewinnen muss.
Der Ausblick für das laufende Jahr bleibt verhalten optimistisch. Während der Umsatz stabil bleiben soll, erwartet die Konzernführung ein Ergebnis deutlich über dem schwachen Vorjahresniveau. Ob die Strategie greift, wird sich am 29. April zeigen: Dann liefern die Quartalszahlen erste belastbare Belege, ob der Mix aus strikten Sparprogrammen und neuen Modellen die erhoffte Erholung tatsächlich einleitet.
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