Wenn sich die Anteilseigner von Mercedes-Benz am 16. April zur virtuellen Hauptversammlung treffen, steht ein schmerzhafter Einschnitt auf der Agenda. Nach einem schwierigen Geschäftsjahr streicht der Autobauer die Dividende spürbar zusammen. Gleichzeitig versucht das Management, den schwächelnden Kurs mit millionenschweren Aktienrückkäufen zu stützen.
Deutlicher Gewinnrückgang erzwingt Kürzung
Verantwortlich für die reduzierte Gewinnausschüttung ist ein spürbarer Gewinneinbruch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 halbierte sich der Nettogewinn nahezu auf 5,3 Milliarden Euro, während der Umsatz um neun Prozent zurückging. Besonders der wichtige chinesische Markt, in dem fast ein Drittel aller Fahrzeuge abgesetzt wird, schwächelte mit einem Minus von 19 Prozent. Neue Zölle und negative Wechselkurseffekte belasteten das operative Ergebnis zusätzlich.
Entsprechend schlägt der Vorstand für 2025 eine Dividende von nur noch 3,50 Euro je Anteilsschein vor, was einer Kürzung von rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Chart wider: Mit einem Schlusskurs von 50,70 Euro am Freitag hat das Papier seit Jahresbeginn bereits knapp 18 Prozent an Wert verloren.
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Rückkäufe federn den Kursverfall ab
Um die Attraktivität der Aktie trotz der operativen Delle zu wahren, greift der Konzern tief in die Kasse. Allein zwischen dem 17. und 19. März erwarb Mercedes-Benz eigene Papiere im Volumen von knapp 37,8 Millionen Euro. Für dividendenorientierte Anleger rücken nun die konkreten Stichtage in den Fokus:
- 16. April 2026: Virtuelle Hauptversammlung (letzter Kauftag für die Dividende)
- 17. April 2026: Handel ex-Dividende
- 21. April 2026: Auszahlung der Dividende
Hoffnung auf Besserung im laufenden Jahr
Nach den Rückschlägen peilt das Management für 2026 eine operative Erholung an. Das Konzern-EBIT soll wieder deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Helfen soll dabei eine umfassende Modelloffensive mit über 40 neuen Fahrzeugen bis 2027, angeführt vom neuen CLA. Die Auftragsbücher sind laut Unternehmensangaben bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt.
Der nächste konkrete Gradmesser für diese ambitionierten Ziele steht bereits fest. Am 29. April wird Mercedes-Benz die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegen. Diese Zahlen werden belegen, ob die erhoffte Stabilisierung der Nachfrage tatsächlich eingesetzt hat oder ob der Gegenwind aus China das operative Geschäft weiter bremst.
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