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Mercedes-Benz Aktie: E-Lkw-Führung, Pkw-Probleme

Mercedes-Benz wächst im Pkw-Markt nur langsam, während BYD und Tesla in Europa stark zulegen. Einzig die E-Lkw-Sparte überzeugt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Pkw-Wachstum bleibt hinter Markt zurück
  • Marktanteil sinkt auf 4,9 Prozent
  • BYD und Tesla legen rasant zu
  • E-Lkw-Sparte führt ICCT-Ranking an

Der europäische Automarkt wächst — Mercedes-Benz wächst langsamer. Das ist die unbequeme Wahrheit hinter den aktuellen Zulassungszahlen.

Im Mai legten die Pkw-Neuzulassungen in der EU, EFTA und Großbritannien um 3,6 Prozent zu. Mercedes-Benz schaffte gerade einmal 0,6 Prozent mehr. Der Marktanteil rutschte auf 4,9 Prozent. Auch im bisherigen Jahresverlauf liegt das Wachstum mit 2,8 Prozent unter dem Marktschnitt.

Wettbewerber fahren schneller

Wer sich die Zahlen der Konkurrenz anschaut, versteht die Sorgen. BYD steigerte seine europäischen Neuzulassungen im Mai um rund 137 Prozent auf mehr als 32.000 Fahrzeuge. Tesla verdoppelte seine Auslieferungen auf knapp 28.600 Einheiten. BYD kommt damit bereits auf einen Marktanteil von 2,8 Prozent in Europa — Tendenz steigend. Das ist kein Nischenphänomen mehr, sondern ein Angriff auf das Kernsegment der Premiumhersteller.

Das Marktwachstum kommt fast ausschließlich aus dem elektrifizierten Bereich: Batterieelektrische Fahrzeuge legten 39 Prozent zu, Plug-in-Hybride 13 Prozent. Benziner und Diesel brachen jeweils um rund 19 Prozent ein. Wer im E-Segment zu langsam unterwegs ist, verliert strukturell Boden.

E-Lkw als Lichtblick

Ein anderes Bild zeigt sich im Nutzfahrzeugbereich. Mercedes-Benz Trucks führt das ICCT-Ranking der E-Lkw-Verkäufer in der EU an — im ersten Quartal 2026. Das Unternehmen setzt intern rund 80 eActros-Fahrzeuge im eigenen Produktionsnetzwerk ein und sammelt damit Betriebsdaten, die für die weitere Entwicklung der Baureihe genutzt werden. Im Pkw-Geschäft fehlt bislang ein vergleichbarer Vorsprung.

Das Management stellt für 2026 einen Umsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht, erwartet jedoch ein deutlich höheres EBIT. Ob diese Prognose hält, hängt wesentlich davon ab, wie schnell neue Elektromodelle im zweiten Halbjahr Absatz gewinnen. Die Zahlen dafür kommen mit den Quartalsergebnissen im Herbst.

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