Der Stuttgarter Autobauer atmet auf: US-Präsident Trump hat seine Drohung neuer Strafzölle überraschend zurückgezogen. Gleichzeitig meldet der Konzern unerwartet starke Auftragsbücher für seine Elektro-Flotte. Nach einem schmerzhaften Kursrutsch in den letzten Wochen fragen sich Anleger nun: Ist das der Startschuss für eine nachhaltige Erholung?
- Zoll-Angst verfliegt: Keine 10-Prozent-Hürde für US-Exporte.
- Produktion am Limit: Sonderschichten für den elektrischen GLC.
- Chart-Status: Aktueller Kurs bei 58,81 Euro.
Entspannung in Washington
Der wichtigste Impuls für die exportorientierten deutschen Autobauer kam am Mittwochabend direkt aus dem Weißen Haus. Die Rücknahme der ursprünglich für den 1. Februar angekündigten US-Strafzölle eliminiert ein massives Risiko für die Margen im entscheidenden amerikanischen Markt.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als entscheidende Entlastung für den gesamten Sektor. Das „Damoklesschwert“ eines Handelskriegs, das die Bewertung zuletzt drückte, ist vorerst vom Tisch. Diese makroökonomische Wende bietet der Aktie den nötigen Raum, um auf fundamentale Nachrichten zu reagieren.
Sonderschichten in Bremen
Operativ setzt das Unternehmen ein Ausrufezeichen gegen den viel zitierten Nachfrageeinbruch bei Elektroautos. Vertriebsvorstand Mathias Geisen bestätigte, dass der neue elektrische GLC die internen Erwartungen deutlich übertrifft. Die Konsequenz ist eine sofortige Ausweitung der Kapazitäten: Das Werk Bremen fährt ab sofort im Dreischichtbetrieb, ergänzt durch zusätzliche Schichten an Samstagen.
Die Auftragsbücher sind laut Unternehmenskreisen bis weit in die zweite Jahreshälfte 2026 gefüllt. Flankiert wird diese operative Stärke durch einen neuen strategischen Deal mit Microsoft in der Formel 1, der dem Rennstall jährlich rund 60 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen soll.
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Charttechnik und Analystensicht
Diese positiven Nachrichten treffen auf eine zuletzt stark korrigierte Aktie. Mit einem Minus von 15,94 Prozent auf 30-Tages-Sicht wirkte der Titel zuletzt angeschlagen. Der aktuelle RSI von 36,3 deutet jedoch darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte.
Analysten reagieren bereits auf die veränderte Gemengelage. Während Jefferies vorerst beim „Hold“-Rating bleibt, sieht JPMorgan das Kursziel bei 70 Euro bestätigt. Dies entspricht fast exakt dem 52-Wochen-Hoch von 70,10 Euro. Um dieses Potenzial zu heben, muss die Aktie sich jedoch zunächst vom 52-Wochen-Tief bei 47,05 Euro weiter distanzieren und stabilisieren.
Der Fokus verlagert sich nun auf den 29. Januar, wenn das Facelift der S-Klasse präsentiert wird – ein wichtiges Event für die Margen-Prognose. Die Nagelprobe folgt am 12. Februar mit den vorläufigen Jahreszahlen für 2025. Gelingt es den Käufern, den Kurs im Vorfeld dieser Termine über den 50-Tage-Durchschnitt bei 60,39 Euro zu hieven, würde sich das charttechnische Bild deutlich aufhellen.
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