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Mercedes-Benz Aktie: Doppelte Belastung

Der Stuttgarter Autobauer sieht sich mit geopolitischen Risiken und sinkenden Renditeerwartungen konfrontiert, was zu deutlichen Kursverlusten und Analystenunsicherheit führt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Strafzölle bedrohen wichtiges Absatzgeschäft
  • Umsatzrendite für 2025 sinkt auf 4 bis 6 Prozent
  • Aktie verliert deutlich an Wert seit Jahresbeginn
  • Analysten bewerten Aktie extrem unterschiedlich

US-Strafzölle und sinkende Margenerwartungen nehmen den Stuttgarter Autobauer in die Zange. Während die Aktie seit Jahresbeginn bereits über 7 Prozent an Wert eingebüßt hat, wächst am Markt die Sorge vor einer strukturellen Schwäche. Anleger stehen vor einer komplexen Mischung aus geopolitischen Risiken und hausgemachten Problemen.

  • Handelskonflikt: Trumps angekündigte Zölle bedrohen das wichtige US-Geschäft.
  • Margenschwund: Renditeerwartung für 2025 sinkt auf 4 bis 6 Prozent.
  • Abwärtstrend: Kursverlust von 5,67 % allein in den letzten sieben Tagen.

Geopolitischer Gegenwind

Das beherrschende Thema für Mercedes-Benz bleibt die aggressive Handelspolitik der USA. Die von Donald Trump in Aussicht gestellten Strafzölle auf europäische Importe treffen den Konzern an einer empfindlichen Stelle, da der US-Markt ein zentraler Pfeiler der Absatzstrategie ist. Diese politische Unsicherheit deckelt jegliche Erholungsversuche. Zwar notiert die Aktie heute bei 57,26 Euro und verzeichnet damit ein minimales Plus von 0,12 Prozent, doch das charttechnische Bild bleibt eingetrübt. Der Kurs bewegt sich deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 60,33 Euro, was den mittelfristigen Abwärtstrend bestätigt.

Fundamentale Schwächezeichen

Neben den externen politischen Faktoren belasten interne Kennzahlen die Stimmung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 rechnet der Markt im Automobilgeschäft nur noch mit einer bereinigten Umsatzrendite von 4 bis 6 Prozent. Dieses Niveau liegt weit unter den historischen Bestmarken und den eigenen Premium-Ansprüchen. Ursächlich hierfür sind der hohe Absatzdruck, besonders im chinesischen Markt, und notwendige Rabatte, die direkt die Profitabilität schmälern.

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Analysten ohne klaren Kompass

Die Unsicherheit spiegelt sich in den extrem divergenten Einschätzungen der Experten wider. Während JPMorgan mit einem Kursziel von 70 Euro und einem „Overweight“-Rating noch Potenzial sieht, mahnen andere Banken zur Vorsicht. Barclays votiert mit „Equal Weight“ und sieht den fairen Wert bei lediglich 55 Euro – also noch unter dem aktuellen Kursniveau. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass der Markt derzeit Schwierigkeiten hat, die tatsächlichen Auswirkungen der geopolitischen Gemengelage und der Margenschwäche final zu quantifizieren.

Fazit: Wackelige Bodenbildung

Die Aktie kämpft im Bereich um 57 Euro um eine Stabilisierung. Mit einem RSI von 36,3 nähert sich der Titel zwar einem überverkauften Zustand, was kurzfristig technische Gegenbewegungen ermöglichen könnte. Fundamental bleibt die Lage jedoch fragil. Sollten die kommenden Jahreszahlen die schwache Margenprognose bestätigen und der Support bei 57 Euro brechen, rückt das Barclays-Kursziel von 55 Euro in den direkten Fokus der Bären.

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