Am Mittwoch muss Mercedes-Benz liefern. Zwar sind die ernüchternden Kerndaten für das Geschäftsjahr 2025 bereits bekannt, doch der Teufel steckt im Detail des vollständigen Geschäftsberichts. Anleger fordern nun konkrete Antworten: Wie soll der strategische Neustart nach dem Gewinneinbruch und der China-Schwäche finanziert und umgesetzt werden? Der 4. März markiert damit eine entscheidende Weichenstellung für den Stuttgarter Autobauer.
Einbruch im Kerngeschäft
Die Bilanz des abgelaufenen Jahres liest sich drastisch. Das bereinigte EBIT schrumpfte um massive 40 Prozent auf 8,20 Milliarden Euro, während der Konzernumsatz auf 132,2 Milliarden Euro zurückging. Besonders das vierte Quartal enttäuschte mit einem operativen Ergebnis von 1,60 Milliarden Euro, das die Markterwartungen klar verfehlte.
Hauptverantwortlich für die Talfahrt ist der einstige Wachstumsmotor China. Dort brachen die Verkäufe um 19 Prozent ein, was den gesamten Konzernabsatz spürbar belastete. Zusätzlich drückten US-Zölle und hohe Restrukturierungsaufwendungen auf das Ergebnis.
Dividende und Rückkauf als Trostpflaster
Trotz der operativen Dellen gibt es einen Lichtblick für Einkommensinvestoren. Der Dividendenvorschlag von 3,50 Euro je Aktie liegt zwar unter dem Vorjahresniveau von 4,30 Euro, übertrifft jedoch die pessimistischeren Erwartungen vieler Analysten. Um in den Genuss der Ausschüttung zu kommen, müssen Anleger die Aktie bis zur Hauptversammlung am 16. April 2026 im Depot halten.
Zudem stützt das Management den Kurs, der seit Jahresbeginn bereits 4,62 Prozent verloren hat und aktuell bei rund 58,80 Euro notiert, weiterhin aktiv: Das im November gestartete Aktienrückkaufprogramm läuft weiter. Für das Jahr 2026 stehen hierfür noch bis zu 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung.
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Der harte Weg zur Wende
Der Ausblick macht deutlich, dass keine schnelle Erholung zu erwarten ist. Für das laufende Jahr stellt das Management in der PKW-Sparte lediglich Margen zwischen drei und fünf Prozent in Aussicht – ein Wert weit entfernt vom Premium-Anspruch. Erst 2027 sollen wieder zweistellige Margen erreicht werden.
Die Strategie zur Besserung ruht auf zwei Säulen:
1. China-Lokalisierung: Bis Mitte 2026 sollen über 80 Prozent des chinesischen Marktes lokal bedient werden, um Kosten zu senken und von Zöllen unabhängiger zu werden.
2. Modelloffensive: 40 neue Modelle sollen den Absatz mittelfristig wieder auf zwei Millionen Fahrzeuge heben.
Entscheidend für die Glaubwürdigkeit dieser Trendwende wird der Free Cash Flow sein, der zuletzt deutlich auf 5,4 Milliarden Euro abrutschte. Wenn am 4. März der vollständige Bericht erscheint, müssen die Restrukturierungspläne überzeugen. Gelingt dies nicht, dürfte der Druck auf die Aktie weiter zunehmen.
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