Starke Nachfrage im Westen, einbrechende Verkaufszahlen im Fernen Osten — Mercedes-Benz liefert zum Start ins Jahr 2026 ein tief gespaltenes Bild. Während die Stuttgarter morgen ihre milliardenschwere Dividende ausschütten, lässt sich die strukturelle Lücke auf dem wichtigsten Einzelmarkt kaum noch kaschieren.
Absatz schrumpft in Asien
Mercedes-Benz Cars verkaufte im ersten Quartal rund 419.400 Pkw. Das entspricht einem globalen Rückgang von sechs Prozent, der fast ausschließlich auf China zurückgeht. Dort brach der Absatz um mehr als ein Viertel auf 111.600 Einheiten ein. Das Management begründet diesen Rücksetzer mit aktiver Vertriebssteuerung und anstehenden Modellwechseln.
Abseits des chinesischen Marktes wuchs der weltweite Absatz um fünf Prozent. In den USA legten die Verkäufe um 20 Prozent zu. Auch Europa verzeichnete ein solides Plus von sieben Prozent, was die asiatische Schwäche jedoch nur teilweise ausgleichen konnte.
Elektro-Produktion am Limit
Ein harter Kontrast zeigt sich beim Elektroantrieb. Getrieben vom neuen vollelektrischen CLA steigerte der Konzern seinen E-Auto-Absatz um elf Prozent auf gut 50.400 Fahrzeuge. In Europa kletterten die Verkäufe von batterieelektrischen Modellen sogar um 34 Prozent nach oben.
Die Nachfrage zwingt die Produktion in den Hochbetrieb. Das Werk Rastatt fertigt den CLA aktuell unter Vollauslastung im Drei-Schicht-System. In Bremen laufen für den neuen elektrischen GLC mittlerweile zusätzliche Samstagsschichten. Auch die elektrischen Vans verzeichneten einen deutlichen Sprung um 29 Prozent auf 6.100 ausgelieferte Einheiten.
Vertriebsvorstand Mathias Geisen verweist auf Rekordbestellungen beim Elektro-GLC. Parallel dazu übertreffe auch der Auftragseingang für die neue S-Klasse die internen Erwartungen deutlich.
Kapital fließt an Aktionäre
Morgen erhalten die Anteilseigner ihre Gewinnbeteiligung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Auszahlung liegt bei 3,50 Euro je Aktie.
Parallel zur Ausschüttung läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. Von dem ursprünglich bewilligten Rahmen stehen bis November 2026 noch 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung.
Das vollständige finanzielle Bild liefert das Management am 29. April mit dem Zwischenbericht. Analysten werden in der anschließenden Konferenz genau prüfen, ob die Vollauslastung bei den neuen Elektromodellen den Margendruck aus dem chinesischen Volumeneinbruch bereits kompensiert.
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