Die Stuttgarter stehen vor einem neuen Problem: Während Analysten ihre zurückhaltenden Einschätzungen bekräftigen, droht der Branche ein handfester Engpass bei kritischen Bauteilen. Ausgerechnet der KI-Boom macht Mercedes und Co. das Leben schwer – denn die benötigten Chips werden anderswo dringender gebraucht.
DRAM-Preise explodieren um 100 Prozent
Die Warnung kommt zur Unzeit. Am Wochenende schlugen Branchenvertreter Alarm: Die Preise für DRAM-Chips, unverzichtbar für moderne Infotainment- und Assistenzsysteme, haben sich mehr als verdoppelt. Der Grund ist simpel – Chiphersteller priorisieren die lukrative Produktion von KI-Prozessoren. Pro Fahrzeug fallen zwischen 25 und 150 US-Dollar für diese Bauteile an. Bei Millionen produzierten Einheiten summiert sich das schnell zu einem spürbaren Kostenfaktor.
Gleichzeitig bleiben die handelspolitischen Rahmenbedingungen herausfordernd. Die 15-prozentigen US-Importzölle auf europäische Fahrzeuge bestehen weiter, was die Margen auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt belastet. Der deutsche Branchenverband fordert deshalb verstärkte politische Bemühungen um offene Märkte in China.
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Analysten bleiben verhalten
RBC Capital bekräftigte am Freitag die neutrale Einstufung mit einem Kursziel von 56 Euro. Analyst Tom Narayan sieht die Aktie damit leicht unter dem aktuellen Niveau von 59,30 Euro. Auch UBS, Barclays und Jefferies positionieren sich zurückhaltend. Die Marktkapitalisierung beträgt solide 56,68 Milliarden Euro bei einem KGV von 11,02.
Produktoffensive als Gegenstrategie
Mercedes setzt auf Tempo bei der Modelloffensive. Bis 2027 sollen 30 neue oder überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt kommen, strikt gegliedert in Entry, Core und Top End. Parallel dazu steht bei der Hochleistungssparte AMG ein Führungswechsel an: Stefan Weckbach übernimmt zum 1. Juli 2026 als CEO die Verantwortung für die Top End Vehicle Group von Michael Schiebe.
Die strategischen Weichen sind gestellt. Ob die Produktoffensive ausreicht, um steigende Kosten und handelspolitischen Gegenwind zu kompensieren, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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