Mercedes-Benz hat am Montag weitere Käufe eigener Aktien gemeldet. In der Woche vom 26. bis 30. Oktober erwarb das Unternehmen insgesamt 904.601 Aktien. Das geht aus der neunten Zwischenmeldung zum laufenden Aktienrückkauf hervor.
Seit Beginn des Programms am 1. September kaufte Mercedes-Benz damit insgesamt 7.391.990 eigene Aktien zurück. Dieser Gesamtstand umfasst die Transaktionen bis einschließlich 30. Oktober.
Rückkäufe nach gesenktem Jahresausblick
Der Rückkauf läuft vor dem Hintergrund einer reduzierten Ergebnisprognose. Mit den Quartalszahlen vor gut einer Woche bezifferte Mercedes-Benz die erwartete bereinigte Umsatzrendite von Mercedes-Benz Cars für 2026 auf 2 bis 3 Prozent. Zuvor hatte die Spanne bei 3 bis 5 Prozent gelegen.
Das Konzern-EBIT erwartet das Unternehmen auf Vorjahresniveau statt deutlich darüber. Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts soll deutlich unter dem Vorjahreswert liegen; zuvor hatte Mercedes-Benz lediglich einen leichten Rückgang erwartet.
Als Gründe für den gesenkten Ausblick nannte Mercedes-Benz das schwierigere Marktumfeld in China sowie höhere Rohstoff- und Produktzykluskosten im vierten Quartal. Bei den Quartalszahlen vor gut einer Woche berichtete das Unternehmen zudem von verschärftem Wettbewerb in China.
UBS senkt Kursziel
Medienberichten zufolge senkte UBS am 29. Oktober das Kursziel für Mercedes-Benz von 45,00 auf 42,50 €. Die Einstufung beließ das Analysehaus auf „Neutral“.
Analyst Patrick Hummel verwies dabei auf den erwarteten strategischen Umbruch. Die für Februar angekündigte Strategieüberarbeitung soll sich nach seinen Angaben insbesondere auf China und Investitionen konzentrieren.
Als nächster vorläufiger Zahlentermin ist der 18.02.2027 vorgesehen. Dann sollen die Jahresbilanz und die Ausblicksplanung veröffentlicht werden. Nach UBS-Angaben soll Mercedes-Benz zu diesem Anlass auch die Strategieüberarbeitung konkretisieren.
Für mich wiegt der gesenkte Ausblick schwerer als der fortgesetzte Rückkauf, weil Mercedes-Benz den Free Cash Flow des Industriegeschäfts jetzt deutlich unter dem Vorjahr erwartet statt nur leicht darunter. Daran messe ich die Jahresbilanz am 18.02.2027.
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