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Mercedes-Benz Aktie: China-Absatz bricht ein

Der weltweite Pkw-Absatz von Mercedes-Benz sank 2025 um 9 Prozent, während die Verkäufe im Schlüsselmarkt China um 19 Prozent einbrachen. Nur die Luxussparten wuchsen gegen den Trend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Globaler Absatzrückgang um neun Prozent
  • Massiver Einbruch von 19 Prozent in China
  • Wachstum bei profitablen Luxusmodellen
  • Analysten uneins über künftige Kursentwicklung

Die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 liegen auf dem Tisch und offenbaren deutliche Risse in der Erfolgsstory des Stuttgarter Autobauers. Während die Luxus-Sparte glänzt, bricht das Volumengeschäft im wichtigsten Markt weg. Investoren stehen nun vor der Frage: Greift die Strategie „Wert vor Menge“ noch, wenn das Fundament der Absatzzahlen so stark bröckelt?

Die wichtigsten Fakten der aktuellen Entwicklung:
* Globaler Rückgang: Der weltweite Pkw-Absatz sank 2025 um rund 9 Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge.
* Alarmzeichen China: Im wichtigsten Einzelmarkt brachen die Verkäufe um massive 19 Prozent ein.
* Lichtblick Luxus: Modelle von AMG und die G-Klasse wuchsen gegen den Trend.
* Analysten-Votum: Uneinigkeit bei den Experten, Kursziele schwanken zwischen 63 und 79 Euro.

Abhängigkeit wird zum Risiko

Der Rückgang der weltweiten Verkäufe schmerzt, doch der Blick nach Fernost bereitet Anlegern echte Sorgen. Ein Minus von 19 Prozent im Schlüsselmarkt China zeigt schonungslos die Abhängigkeit von der dortigen konjunkturellen Entwicklung. Diese fundamentalen Schwächen im Kerngeschäft setzten den Kurs zuletzt unter Druck, sodass die Aktie gestern bei 59,34 Euro aus dem Handel ging und damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt notiert.

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Luxus-Strategie auf dem Prüfstand

Inmitten der enttäuschenden Absatzzahlen gibt es jedoch Segmente, die sich dem Abwärtssog entziehen. Die hochprofitablen Sparten rund um AMG und die G-Klasse verzeichneten Zuwächse und stützen die Marge. Das Management sieht sich hier in seiner Premium-Strategie bestätigt. Allerdings verdeutlicht das Gesamtergebnis ein strukturelles Problem: Die Erfolge in der Nische können die massiven Einbußen im Volumengeschäft quantitativ nicht kompensieren.

Experten bleiben uneins

Die Bewertung der Lage fällt an den Finanzmärkten unterschiedlich aus. Während die Deutsche Bank Research mit einem Kursziel von 79 Euro weiterhin Potenzial sieht, mahnt die Bank of America zur Vorsicht. Sie belässt ihr Votum auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 63 Euro und verweist auf die Bedeutung des anstehenden Modellzyklus für eine mögliche Wende. JPMorgan warnt zudem konkret vor einer geringeren Profitabilität im vierten Quartal 2025, hält den Titel aber dennoch für übergewichtenwert.

Für Anleger bleibt die Situation eine Geduldsprobe. Die Diskrepanz zwischen erfolgreicher Luxusnische und schwächelndem Massengeschäft muss durch neue Modelle und eine Stabilisierung in China aufgelöst werden, um den Kurs wieder nachhaltig in Richtung des 52-Wochen-Hochs bei 70 Euro zu bewegen.

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