Während Mercedes-Benz Millionen in die Kurspflege investiert, zeichnet der Branchenverband VDA ein düsteres Bild für den Heimatmarkt. Konzernchef Ola Källenius und die Industrie warnen eindringlich vor einer massiven Standortkrise, die Investitionen und Arbeitsplätze gefährdet. Kann das laufende Aktienrückkaufprogramm die strukturellen Sorgen der Anleger überdecken?
Die wichtigsten Fakten:
* Rückkauf-Volumen: 714.801 Aktien in der ersten Februarwoche erworben.
* Warnsignal: 72 % der Zulieferer planen Investitionskürzungen in Deutschland.
* Großinvestoren: Bank of America und Morgan Stanley melden signifikante Stimmrechtsanteile.
* Kursentwicklung: Aktie notiert bei 58,36 Euro (YTD: -5,76 %).
Millionenschwere Kurspflege
Der Stuttgarter Automobilbauer setzt seine Strategie fort, überschüssiges Kapital direkt an die Aktionäre zurückzuführen. Zwischen dem 2. und 6. Februar 2026 kaufte das Unternehmen weitere 714.801 eigene Anteile über die Börse Xetra zurück. Die Durchschnittspreise lagen dabei in einer Spanne von 58,19 Euro bis 60,38 Euro.
Seit dem Start des Programms im November 2025 wurden insgesamt bereits über 9,2 Millionen Aktien aus dem Markt genommen. Diese stetige Nachfrage dient als stabilisierender Faktor für den Kurs, der im laufenden Jahr dennoch rund 5,76 Prozent eingebüßt hat und aktuell bei 58,36 Euro notiert.
VDA und Källenius schlagen Alarm
Der finanzielle Rückhalt durch das Aktienprogramm steht im scharfen Kontrast zur realwirtschaftlichen Lage der Branche. VDA-Präsidentin Hildegard Müller sprach am Dienstag von einer „massiven Krise als Wirtschaftsstandort“. Eine Umfrage des Verbandes untermauert diese Einschätzung mit drastischen Zahlen: Fast drei Viertel der befragten Mittelständler wollen ihre Investitionen hierzulande zurückfahren. Besonders alarmierend ist, dass 28 Prozent dieser Firmen planen, Kapital direkt ins Ausland zu verlagern.
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Auch Mercedes-CEO Ola Källenius äußerte sich kritisch zur Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik. Er verglich die Situation mit einer Fußballmannschaft, die vor einem Turnier weniger trainiere als die Konkurrenz, und verwies auf das Ungleichgewicht zwischen hohen Arbeitskosten und nicht mehr ausreichender Produktivität. Die Beschäftigtenzahlen in der deutschen Autoindustrie sind bereits auf den tiefsten Stand seit 2011 gefallen.
Bewegung im Aktionariat
Trotz der makroökonomischen Warnzeichen positionieren sich US-Großbanken neu. Am 9. Februar 2026 wurden umfangreiche Stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht. Die Bank of America hält nun Zugriff auf 5,06 Prozent der Stimmrechte, wobei der Großteil über Finanzinstrumente abgebildet wird. Auch Morgan Stanley hat die Meldeschwelle überschritten und kontrolliert via Instrumenten und direkten Anteilen mittlerweile rund 8 Prozent der Stimmrechte.
Am kommenden Donnerstag, den 12. Februar 2026, wird sich zeigen, wie sich diese Gemengelage in den konkreten Geschäftszahlen niederschlägt. Dann präsentiert Mercedes-Benz die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie das vierte Quartal 2025 und dürfte detaillierter auf die strategischen Konsequenzen der Standortschwäche eingehen.
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