Die Bilanz für 2025 ist da und sie offenbart die ganze Härte des aktuellen Marktumfelds. Mercedes-Benz meldet einen massiven Rückgang des operativen Gewinns um rund 40 Prozent und kürzt die Dividende. Während das Management mit einer historischen Produktoffensive gegensteuert, stellt sich für Anleger die Frage: Ist das Tal der Tränen durchschritten oder wird 2026 zum bloßen Übergangsjahr?
Zahlenwerk unter Druck
Die heute veröffentlichten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 13,70 Milliarden im Vorjahr auf nur noch 8,20 Milliarden Euro. Besonders hart traf es die PKW-Sparte, deren operativer Gewinn um 45 Prozent einbrach.
Verantwortlich für diesen Rückgang ist ein toxischer Mix aus Preisdruck, ungünstigen Währungseffekten und hohen Zollkosten, die allein mit 1,2 Milliarden US-Dollar zu Buche schlugen. Zwar konnte das Management durch Sparmaßnahmen rund 3,6 Milliarden Euro kompensieren, doch der Umsatzrückgang um 9 Prozent ließ sich damit nicht auffangen. Die Aktie reagierte heute verhalten und notiert bei 55,97 Euro, was einem Minus von knapp 0,6 Prozent entspricht.
China und Zölle belasten
Das China-Geschäft bleibt die Achillesferse des Konzerns. Zwar ist das Land weiterhin der wichtigste Einzelmarkt, doch die lokale Konkurrenz bei Elektrofahrzeugen setzt den Stuttgartern zu. Die Strategie lautet nun konsequente Lokalisierung: Bis Mitte 2026 sollen über 80 Prozent des chinesischen Bedarfs vor Ort produziert werden, um unabhängiger von Importzöllen und geopolitischen Spannungen zu werden.
Gleichzeitig strafft Mercedes-Benz sein weltweites Produktionsnetzwerk. Das Werk im mexikanischen Aguascalientes stellt die Produktion bis Mai ein, was die Kapazität um 100.000 Einheiten reduziert. Ziel ist es, die Produktionskosten bis 2027 um 10 Prozent zu senken.
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Dividende und Hoffnungsträger
Für Aktionäre gibt es Licht und Schatten. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vor. Das ist zwar weniger als die 4,30 Euro des Vorjahres, liegt aber über den pessimistischsten Analystenschätzungen. Zudem läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter, für das 2026 noch 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.
Die Hoffnung auf Besserung ruht auf der angekündigten Modelloffensive. In den kommenden drei Jahren sollen mehr als 40 neue Fahrzeuge auf den Markt kommen, darunter der neue CLA. Die Auftragsbücher sind laut Konzernangaben bis weit in die zweite Jahreshälfte gut gefüllt.
Fazit: Geduld ist gefragt
Der Ausblick auf das laufende Jahr bleibt konservativ. CEO Ola Källenius erwartet erst für 2027 wieder zweistellige Margen, während 2026 noch von der Stabilisierung geprägt sein dürfte. Die nächsten wichtigen Wegmarken sind die Hauptversammlung am 16. April und die Zahlen zum ersten Quartal am 29. April. Diese Termine werden zeigen, ob die neuen Modelle und die Sparmaßnahmen schnell genug greifen, um den seit Jahresanfang aufgelaufenen Kursverlust von rund 9 Prozent wettzumachen.
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