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Symbolbild, KI-generiert

Mercedes-Benz Aktie: 800 Millionen Euro sollen bei Personal gespart werden

Mögliche Einschnitte bei Arbeitszeit und Sonderzahlungen treffen auf Standortdebatte und eine geplante Software-Kooperation mit Wayve.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 800 Millionen Euro Einsparziel bei Personalkosten
  • Kürzungen bei Sonderzahlungen werden erwogen
  • Werksschließungen bei verfehlten Einsparungen möglich
  • Wayve-System soll in künftige Modelle einziehen

Rund 800 Millionen Euro an Arbeitskosten will Mercedes-Benz Medienberichten zufolge am Heimatstandort einsparen. Hinter dieser Summe steht ein wachsender Druck auf die Profitabilität des Stuttgarter Konzerns, der die eigene Kostenbasis an die globale Konkurrenz anpassen muss. Vorbörslich notiert die Aktie heute bei 40,89 Euro, nachdem das Papier am Dienstag bei 40,14 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert hatte.

Einschnitte bei Sonderzahlungen und Arbeitszeiten im Gespräch

Die WirtschaftsWoche berichtete unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Autobauer das Ziel verfolge, die deutschen Personalkosten um besagte 800 Millionen Euro zu drücken.

Als mögliche Optionen gelten demnach längere Wochenarbeitszeiten ohne zusätzlichen Lohnausgleich sowie die Kürzung oder der vollständige Wegfall von Sonderzahlungen. Das Unternehmen selbst lehnte eine Stellungnahme zu den laufenden internen Gesprächen ab.

Dass die Debatte um die Produktionskosten an Schärfe zulegt, verdeutlichte auch Produktionschef Michael Schiebe. Vor Beschäftigten warnte Schiebe, dass Mercedes-Benz gezwungen sein könnte, ein deutsches Montagewerk sowie ein Antriebswerk zu schließen, sollten die anvisierten Kostensenkungen verfehlt werden.

Von Unternehmensseite hieß es dazu, man strebe weiterhin den Erhalt aller heimischen Standorte an. Zugleich stellte der Konzern jedoch klar, dass die Fertigung in Deutschland im internationalen Vergleich derzeit nicht wettbewerbsfähig sei.

Software-Allianz soll Zukunftsfähigkeit sichern

Während auf der Kostenseite Verhandlungen über Einschnitte anstehen, versucht der Konzern im Bereich digitaler Zukunftstechnologien Boden gutzumachen. Mercedes-Benz hat eine Vereinbarung mit dem britischen Technologieunternehmen Wayve getroffen.

Geplant ist, das autonome Fahrsystem des Softwareentwicklers in künftige Fahrzeugmodelle mit dem Stern zu integrieren. Der serienmäßige Start der gemeinsamen Technologie ist innerhalb der nächsten zwei Jahre vorgesehen.

Zugleich steht der Autobauer vor regulatorischen Herausforderungen auf internationalen Schlüsselmärkten. In den USA treiben Senatoren Bestrebungen für ein dauerhaftes Verbot chinesischer Fahrzeuge voran, wenngleich das beschleunigte Abstimmungsverfahren verschoben wurde. Laut Reuters könnte eine angedachte Eigentumsschwelle von mehr als 15 Prozent auch Mercedes-Benz betreffen, da chinesische Investoren nahezu 20 Prozent der Anteile halten.

Auf der anderen Seite betonte Chinas Handelsminister Wang Wentao in einem Videogespräch mit Konzernchef Ola Källenius, Peking begrüße chinesische Investitionen europäischer Autohersteller und befürworte vertiefte Innovationspartnerschaften. Für den Aktienkurs bedeutet das anhaltende Spannungsfeld eine spürbare Belastung: Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus im Papier auf 32 Prozent.

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