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Mercedes-Benz Aktie: 15. Juli neue Anleihe-Emittentin

Mercedes-Benz restrukturiert Anleihen über Tochterfirma, während der Aktienkurs nahe dem Jahrestief notiert und der China-Absatz einbricht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Anleiheemission wechselt zu Tochtergesellschaft
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief
  • China-Absatz bricht um 30 Prozent ein
  • Elektroauto-Verkäufe steigen um 50 Prozent

Mercedes-Benz baut seine Finanzarchitektur um. Ab Mitte Juli 2026 übernimmt die hundertprozentige Tochter Mercedes-Benz International Finance B.V. die Rolle als Emittentin mehrerer Anleiheserien. Die Mutandsgesellschaft bleibt trotzdem für alle Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt verantwortlich.

Die Muttergesellschaft garantiert also weiterhin unwiderruflich für sämtliche Verpflichtungen der betroffenen Anleihen. Die Umstellung soll die Zuständigkeiten im Konzern klarer ordnen. Wirksam wird sie zum 15. Juli 2026.

Kurs nahe Jahrestief, China bremst den Absatz

Am Freitag schloss die Aktie bei 43,95 Euro. Das liegt nur 3,07 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 42,64 Euro, das Ende Juni markiert wurde. Seit Jahresbeginn hat das Papier 28,71 Prozent verloren, binnen 30 Tagen ging es um weitere 8,63 Prozent nach unten.

Zum Vergleich: Das 52-Wochen-Hoch von 62,30 Euro stammt vom 15. Dezember 2025. Der Abstand dazu beträgt inzwischen fast 30 Prozent. Auch technisch sieht es angespannt aus: Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 47,96 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt sogar bei 54,57 Euro. Die Aktie notiert klar unter beiden Linien.

Der RSI von 38,4 signalisiert eine schwache Marktstimmung, ohne bereits überverkauft zu sein. Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 42 Milliarden Euro spiegelt der Kurs die operativen Probleme des Konzerns deutlich wider.

Diese Probleme haben einen klaren Namen: China. Im zweiten Quartal 2026 brach der Absatz dort um rund 30 Prozent ein. Insgesamt sank der weltweite Verkauf von Pkw und Vans um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Grund liegt im intensiven Wettbewerb vor Ort. Chinesische Hersteller gewinnen bei Elektrofahrzeugen spürbar Marktanteile, während sich die Verbraucherstimmung insgesamt eintrübt.

Elektrosparte wächst gegen den Trend

Abseits von China läuft es besser für Mercedes. Außerhalb Chinas legte der Absatz von Pkw und Vans um drei Prozent zu, getragen von Nordamerika und Europa.

Besonders die E-Mobilität sticht hervor. Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge stieg im zweiten Quartal um 50 Prozent auf 63.000 Einheiten. Mittlerweile fährt jeder achte verkaufte Mercedes-Pkw rein elektrisch – knapp 13 Prozent des Gesamtabsatzes.

Der Konzern setzt zudem auf Digitalisierung. In den kommenden sechs bis zwölf Monaten will Mercedes ein KI-gestütztes Cockpit sowie intelligente Fahrassistenzsysteme in weiten Teilen der Modellpalette einführen. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit im Premiumsegment gesichert werden.

Am 28. Juli 2026 legt Mercedes die Zahlen zum zweiten Quartal vor. Investoren dürften vor allem darauf schauen, ob die Sparmaßnahmen und die Offensive bei Elektrofahrzeugen die operative Marge bereits stabilisieren. Die technischen Indikatoren zeigen bislang keine Anzeichen einer Trendwende.

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