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Symbolbild, KI-generiert

Mercedes-Benz: 4,6 Millionen Aktien in einer Woche

Mercedes-Benz beschleunigt Aktienrückkäufe vor schwachen Q1-Zahlen. Analysten erwarten Gewinnrückgang und beobachten die Prognose für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkaufprogramm deutlich beschleunigt
  • Analysten erwarten Gewinnrückgang
  • Neue Modelle als Technologieoffensive
  • Jahresziele im Fokus der Anleger

Morgen legt Mercedes-Benz die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor — und die Erwartungen sind alles andere als optimistisch. Analysten rechnen mit einem spürbaren Gewinnrückgang, während der Konzern parallel sein Aktienrückkaufprogramm deutlich beschleunigt hat. Ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.

Rückkäufe auf Hochtouren

Allein in der Woche vom 20. bis 24. April erwarb Mercedes-Benz über vier Millionen eigene Aktien zu Kursen zwischen rund 50 und knapp 52 Euro. Kumuliert hat der Konzern im Rahmen des im November 2025 gestarteten Programms damit bereits mehr als 18 Millionen Stück zurückgekauft. Das Gesamtvolumen des Programms ist auf bis zu 2 Milliarden Euro angelegt und läuft bis November 2026.

Das Management setzt damit ein klares Signal: Man hält den aktuellen Kurs für zu niedrig. Ob die Zahlen von morgen diese Einschätzung stützen, ist eine andere Frage.

Analysten erwarten deutlichen Rückgang

Für das abgelaufene Quartal prognostizieren Analysten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 1,37 Euro — nach 1,74 Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz liegt die Konsensschätzung bei rund 31,9 Milliarden Euro, etwa vier Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das Jahr 2026 hat Mercedes-Benz intern bereits als Übergangsphase eingestuft. Schwächere Nachfrage im Luxussegment, Margendruck durch die Elektrifizierung und anhaltende Schwäche im China-Geschäft lasten auf den Zahlen. Kepler Cheuvreux beließ die Aktie auf „Hold“ und senkte das Kursziel auf 57 Euro. ODDO BHF ist noch pessimistischer: Kursziel 42 Euro, Einstufung „Underperform“.

Technologieoffensive als Gegenantwort

Mittelfristig setzt der Konzern auf neue Modelle, um die Margen wieder in den Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent zu bringen. Die neue vollelektrische C-Klasse und die überarbeitete EQS-Limousine basieren auf 800-Volt-Architektur und nutzen High-Nickel-Batterien aus neuen Liefervereinbarungen. Ferner führt Mercedes-Benz ein Steer-by-Wire-Lenksystem ein — technologische Differenzierung als Antwort auf den wachsenden Wettbewerb, vor allem aus China.

Entscheidend am Mittwoch wird sein, ob Mercedes-Benz die Jahresziele für 2026 bestätigt. Eine Prognoseanpassung nach unten würde den Druck auf die Aktie erheblich verstärken — trotz aller Rückkäufe.

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