MercadoLibre liefert Rekordumsätze, doch die Anleger sind alles andere als begeistert. Der lateinamerikanische E-Commerce-Gigant erkauft sich sein massives Wachstum derzeit mit sinkenden Gewinnen. Während das Management voll auf Expansion setzt und dafür hohe Kosten in Kauf nimmt, reagiert die Börse nervös auf die schwindende Profitabilität.
Investitionen belasten das Ergebnis
Auf den ersten Blick glänzte das Unternehmen im vierten Quartal 2025 mit beeindruckenden Wachstumsraten. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 8,76 Milliarden US-Dollar, getrieben durch starke operative Kennzahlen auf allen Plattformen. Auch das Handelsvolumen (GMV) und das Zahlungsvolumen legten massiv zu. Doch der Glanz verblasst beim Blick auf den Gewinn: Das Ergebnis je Aktie fiel mit 11,03 US-Dollar um 12,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahr und verfehlte die Erwartungen der Analysten deutlich.
Verantwortlich für diesen Rückgang ist eine aggressive Investitionsstrategie des Managements. Um Marktanteile zu sichern und das Ökosystem auszubauen, senkte MercadoLibre die Hürden für kostenlosen Versand und steckte viel Geld in die Logistik sowie das Kreditkartengeschäft. Diese Maßnahmen brachten zwar neue Nutzer auf die Plattform, drückten jedoch empfindlich auf die operative Marge. Der Markt strafte diese Entwicklung sofort ab: Die Aktie geriet nach den Zahlen unter erheblichen Druck und notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief.
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Analysten reagieren skeptisch
Die veränderte Profitabilitätsstruktur blieb auch bei den Experten nicht unbemerkt. Mehrere Analysehäuser korrigierten ihre Erwartungen nach unten. Wedbush und Cantor Fitzgerald senkten ihre Kursziele auf 2.400 US-Dollar, während Raymond James das Ziel auf 2.500 US-Dollar reduzierte. Als Hauptgrund nannten die Experten den anhaltenden Margendruck und den kapitalintensiven Investitionszyklus.
Investoren müssen sich auf eine Phase einstellen, in der MercadoLibre das langfristige Wachstum über kurzfristige Gewinne stellt. Solange die hohen Ausgaben für Logistik und Expansion anhalten, dürfte die Profitabilität das Sorgenkind bleiben, auch wenn die Umsatzmaschine weiterhin auf Hochtouren läuft.
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