JPMorgan hat MercadoLibre am Freitag von „Overweight“ auf „Neutral“ herabgestuft und das Kursziel von 2.650 auf 2.100 US-Dollar gesenkt. Die Begründung: wachsender Margendruck und schärferer Wettbewerb in der Region. Die Aktie reagierte mit einem Tagesrückgang von rund 5 % — und notiert damit auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahr.
Margen unter Druck
Der Kern des Problems liegt in der Wachstumsstrategie selbst. MercadoLibre investiert massiv in Logistik, kostenlose Versandprogramme und den Ausbau des Kreditkartengeschäfts. Laut JPMorgan lastet das mit 5 bis 6 Prozentpunkten auf den operativen Margen. Das Unternehmen kauft also Marktanteile — zu einem spürbaren Preis.
Besonders im Blick: Brasilien. Dort verschärft Shopee den Wettbewerb, was die kurzfristige Ertragslage zusätzlich belastet. Dass MercadoLibre im vierten Quartal 2025 den Gewinn je Aktie mit 11,03 US-Dollar um 0,74 US-Dollar unter den Konsensschätzungen verfehlte, passt ins Bild — trotz eines Umsatzwachstums von 45 % gegenüber dem Vorjahr.
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Starkes Ökosystem, schwieriges Umfeld
Das Fintech-Segment Mercado Pago zeigt weiterhin operative Stärke. Die monatlich aktiven Nutzer wachsen seit zehn aufeinanderfolgenden Quartalen mit rund 30 %, das Kreditportfolio hat sich auf 12,5 Milliarden US-Dollar verdoppelt. Das Werbegeschäft legte zuletzt um 67 % zu (währungsbereinigt).
Dennoch bleibt das Gesamtbild gemischt. Während JPMorgan nun vorsichtiger ist, halten 25 von 26 Analysten weiterhin an einer Kaufempfehlung fest. Morgan Stanley und UBS haben ihre Kursziele zwar leicht gesenkt — auf 2.600 bzw. 2.700 US-Dollar —, das Konsenskursziel liegt mit rund 2.684 US-Dollar aber noch deutlich über dem aktuellen Niveau.
Für 2026 hat MercadoLibre eine Investition von 3,4 Milliarden US-Dollar in Argentinien angekündigt — ein klares Bekenntnis zur Region, das angesichts des volatilen makroökonomischen Umfelds dort nicht ohne Risiko ist.
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