McKesson hat am 4. Februar 2026 Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt – und die fallen beeindruckend aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 16 Prozent auf 9,34 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 9,16 Dollar deutlich. Beim Umsatz stand ein Plus von 11 Prozent auf 106,16 Milliarden Dollar zu Buche, auch hier lag die Prognose mit 105,87 Milliarden knapp darunter.
Trotz der soliden Zahlen reagierte die Börse verhalten: Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um 0,74 Prozent auf 844,80 Dollar nach. Das mag auf den ersten Blick verwundern, doch die Aktie notiert bereits nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 895,58 Dollar – eine Gewinnmitnahme scheint da verständlich.
Onkologie und Technologie treiben das Wachstum
Das Geschäft mit onkologischen Produkten und Spezialdistribution bleibt ein zentraler Wachstumstreiber. Das Segment Onkologie und Multispezialität steigerte den Umsatz um satte 37 Prozent auf 13 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn schoss sogar um 57 Prozent auf 366 Millionen Dollar nach oben. Die im ersten Quartal abgeschlossenen Übernahmen von Prism Vision und Florida Cancer Specialists zahlen sich aus – organisch wuchs der operative Gewinn des Segments immerhin noch um 15 Prozent.
Auch im Bereich Pharmatechnologie läuft es rund: Das Segment Prescription Technology Solutions verzeichnete ein Umsatzplus von 9 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn kletterte um 18 Prozent auf 277 Millionen Dollar, getrieben durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Lösungen für Medikamentenzugang und -autorisierung. Mehr als 50 neue Programme über 43 unterschiedliche Medikamente wurden im Quartal in die Plattform integriert.
CEO Brian Tyler betonte die Effizienzgewinne durch Automatisierung und künstliche Intelligenz. In der jährlichen Verifikationssaison konnte jeder Mitarbeiter 120 Patienten mehr betreuen als im Vorjahr – ein beachtlicher Produktivitätssprung.
Prognose angehoben
Das Management zeigt sich selbstbewusst: Die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf eine Spanne von 38,80 bis 39,20 Dollar angehoben. Das entspricht einem Wachstum von 17 bis 19 Prozent gegenüber 2025. Beim Umsatz rechnet McKesson nun mit einem Plus von 12 bis 16 Prozent.
Im nordamerikanischen Pharmageschäft, das weiterhin das Fundament bildet, soll der operative Gewinn um 8 bis 12 Prozent zulegen. Die GLP-1-Medikamente trugen im Quartal 14 Milliarden Dollar zum Umsatz bei – ein Anstieg um 26 Prozent im Jahresvergleich und 7 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
CFO Britt Vitalone verwies auf den starken freien Cashflow von 9,6 Milliarden Dollar über die letzten zwölf Monate. Allein im dritten Quartal flossen 781 Millionen Dollar an die Aktionäre zurück, davon 680 Millionen über Aktienrückkäufe. Die solide Bilanz gibt Spielraum für weitere Investitionen und Übernahmen.
Ein Wermutstropfen bleibt: Das Segment Medical-Surgical enttäuschte mit einem Umsatzplus von nur 1 Prozent auf 3 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn sank sogar um 10 Prozent auf 265 Millionen Dollar. Schwache Grippesaison und niedrigere Volumen in Arztpraxen belasteten hier. Die geplante Abspaltung dieses Geschäftsbereichs über einen Börsengang in der zweiten Hälfte des Kalenderjahrs 2027 rückt näher – die Übergangsvereinbarungen sind seit dem 1. Januar in Kraft.
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