Ein leiser Abgang fällt anders aus. Napoleon B. Rutledge Jr., Finanzvorstand und Chief Accounting Officer bei McKesson, hat Mitte vergangener Woche Aktien verkauft. 133 Stück, zum Kurs von 764 Dollar. Das liegt rund 20 Dollar unter dem Schlusskurs vom Dienstag. Die Transaktion lief über einen vordefinierten 10b5-1-Handelsplan aus dem März 2026. Nach dem Verkauf hält Rutledge direkt noch 632 Anteile.
Der Zeitpunkt überrascht. McKesson notiert aktuell bei 784 Dollar und damit klar unter dem 52-Wochen-Hoch von 999 Dollar. Auch im Vergleich zum Dow Jones hinkt der Titel hinterher.
Milliardendeal mit Apollo
Das Management treibt derweil die Abspaltung der Medizinprodukte-Sparte MMS voran. Der Börsengang ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant. Apollo Global Management hat sich bereits eine 13-Prozent-Beteiligung für 1,25 Milliarden Dollar gesichert. Der Deal wurde Anfang Juni finalisiert.
Die operative Basis der Sparte ist solide. McKesson betreibt unter anderem ein großes Distributionszentrum in Bethlehem, Pennsylvania.
Solide Zahlen, verhaltene Prognose
Das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 brachte einen Gewinn je Aktie von 11,69 Dollar. Die Analystenschätzungen wurden damit übertroffen. Für das kommende Geschäftsjahr 2027 stellt der Konzern einen Gewinn von 43,80 bis 44,60 Dollar je Aktie in Aussicht. Die Dividende beträgt 0,82 Dollar pro Anteil, ausgezahlt am 1. Juli 2026.
Der Insiderverkauf bleibt eine Randnotiz. Das Volumen ist gering, der Verkaufsplan alt. Dennoch: Wer als Finanzvorstand zu einem Abschlag von über zwei Prozent verkauft, sendet kein starkes Signal.
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