Mastercard navigiert durch eine Phase mit zwei Gesichtern: Während regulatorische Vorschläge aus den USA den Aktienkurs belasten, treibt der Zahlungsriese gleichzeitig strategische Partnerschaften in den Bereichen KI und digitale Bezahlung voran. Die Anleger blicken gespannt auf die anstehenden Quartalszahlen Ende Januar.
Regulatorische Schatten über dem Geschäft
Die regulatorische Landschaft bleibt eine zentrale Herausforderung. Die Wiedereinführung des „Credit Card Competition Act“ im US-Kongress Mitte Januar sowie ein Vorschlag von Präsident Trump, Kreditkartenzinsen für ein Jahr auf 10% zu begrenzen, lösten Verunsicherung aus. Obwohl Mastercard selbst keine Kredite vergibt und kein Zinsgeschäft betreibt, reagierte der Markt mit Kursverlusten. Die Aktie verlor allein am 13. Januar etwa 3,8%. Hinter der Besorgnis stehen potenzielle Sekundäreffekte wie strengere Kreditvergabebedingungen und ein allgemeinerer regulatorischer Druck auf Gebühren. Ein Urteil des UK High Court zur Befugnis von Aufsichtsbehörden, Gebühren zu deckeln, unterstreicht zudem die globale Dimension dieser Herausforderung.
Strategischer Fokus auf Innovation und Expansion
Trotz der regulatorischen Hürden setzt Mastercard klar auf Wachstum durch technologische Innovation. Am 21. Januar kündigte das Unternehmen eine bedeutende Zusammenarbeit mit Google, OpenAI, PayPal und Cloudflare an, um den sogenannten „agentic commerce“ – also von KI-Agenten gesteuerte Einkäufe – voranzutreiben. Parallel expandiert der Konzern sein Geschäft durch lokale Partnerschaften:
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- In Ägypten entwickelt man mit der Credit Bureau iscore ein neues Kredit-Scoring-Modell.
- In Südafrika und Bahrain wurden neue Prepaid-Kartenprogramme für KMUs und Verbraucher gestartet.
- Eine Partnerschaft mit Moneythor bringt fortschrittliche Banking-Features zur First Abu Dhabi Bank.
Diese Initiativen zeigen den Fokus auf den Aufbau eines diversifizierten Zahlungsnetzwerks. Berichten zufolge erwägt Mastercard zudem eine strategische Investition in die Krypto-Infrastrukturfirma Zerohash, was das anhaltende Interesse am digitalen Asset-Bereich signalisiert.
Ausblick: Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Der unmittelbare Fokus der Anleger liegt nun auf den Quartals- und Jahreszahlen für 2025, die am 29. Januar vor Börsenbeginn veröffentlicht werden. Die Analysten von Zacks Investment Research erwarten für das vierte Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 4,21 US-Dollar, ein Plus von 10,2% im Vorjahresvergleich, bei einem Umsatzwachstum von 17,1% auf 8,77 Milliarden US-Dollar.
Die aktuelle Analystenmeinung bleibt mit einer „Strong Buy“-Einstufung und einem mittleren Kursziel von 665 US-Dollar optimistisch. Technisch gesehen schloss die Aktie zuletzt bei 531,74 US-Dollar und hat in den vergangenen vier Wochen etwa 6,3% verloren. Die längerfristige Entwicklung wird maßgeblich davon abhängen, wie gut es Mastercard gelingt, die regulatorischen Unsicherheiten zu meistern und seine neuen digitalen sowie KI-gestützten Initiativen profitabel umzusetzen.
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