Marvell Technology kämpft derzeit mit starkem Gegenwind an der Börse und hat sich zuletzt deutlich schlechter entwickelt als der breite Technologiesektor. Während Analysten für das kommende Quartal signifikantes Wachstum prognostizieren, kennt der Aktienkurs kurzfristig nur eine Richtung: nach unten. Diese Diskrepanz zwischen fundamentalen Erwartungen und der negativen Marktstimmung wirft Fragen auf.
Schwächephase im Chipsektor
Die jüngste Handelswoche bestätigte den negativen Trend eindrucksvoll. Während der S&P 500 und der technologie-lastige Nasdaq zumindest Stabilität zeigten, koppelte sich Marvell von dieser Entwicklung ab. Die Aktie schloss am Freitag bei 68,52 Euro und verlor damit allein in den letzten 30 Tagen über 20 Prozent an Wert.
Dieser Kursverfall steht im Kontrast zu den Erwartungen der Wall Street. Der Markt blickt nun gespannt auf die kommenden Quartalszahlen, da der Analystenkonsens trotz der schlechten Kursperformance von einem robusten operativen Geschäft ausgeht. Konkret rechnen Experten mit einem bereinigten Gewinn von rund 0,79 Dollar je Aktie und einem Umsatzanstieg auf 2,20 Milliarden Dollar. Beides würde ein deutliches Wachstum im Jahresvergleich bedeuten.
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Starke Margen treffen auf Skepsis
Das Kerngeschäft von Marvell, insbesondere die Ausrichtung auf KI-Infrastruktur und schnelle Verbindungen für Rechenzentren, liefert eigentlich Argumente für eine höhere Bewertung. Dennoch wird der Titel aktuell mit einem Abschlag gegenüber vielen Wettbewerbern gehandelt.
Besonders die Profitabilität spricht gegen die aktuelle Abwärtsspirale. Basierend auf den Prognosen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 wird eine operative Marge (Non-GAAP) zwischen 35 und 36 Prozent erwartet. Dieser Wert unterstreicht die operative Effizienz des Unternehmens, gerade da das Data-Center-Segment immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Die kommenden Finanzergebnisse werden zeigen müssen, ob die fundamentale Stärke ausreicht, um die skeptische Marktstimmung zu drehen. Sollte Marvell die hohen Erwartungen bei Umsatz und Marge bestätigen, hätten die Bullen wieder konkrete Argumente auf ihrer Seite, um die aktuelle Bewertungslücke zu schließen.
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