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Marvell Technology Aktie: Paradoxer Abverkauf

Die Marvell-Aktie verliert deutlich an Wert, obwohl Analysten für das kommende Quartal steigende Umsätze und hohe operative Margen erwarten. Die Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Kursentwicklung ist auffällig.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert über 20 Prozent in 30 Tagen
  • Analysten erwarten starkes Umsatz- und Gewinnwachstum
  • Hohe operative Marge von 35 bis 36 Prozent prognostiziert
  • Kursentwicklung entkoppelt sich vom Technologiesektor

Marvell Technology kämpft derzeit mit starkem Gegenwind an der Börse und hat sich zuletzt deutlich schlechter entwickelt als der breite Technologiesektor. Während Analysten für das kommende Quartal signifikantes Wachstum prognostizieren, kennt der Aktienkurs kurzfristig nur eine Richtung: nach unten. Diese Diskrepanz zwischen fundamentalen Erwartungen und der negativen Marktstimmung wirft Fragen auf.

Schwächephase im Chipsektor

Die jüngste Handelswoche bestätigte den negativen Trend eindrucksvoll. Während der S&P 500 und der technologie-lastige Nasdaq zumindest Stabilität zeigten, koppelte sich Marvell von dieser Entwicklung ab. Die Aktie schloss am Freitag bei 68,52 Euro und verlor damit allein in den letzten 30 Tagen über 20 Prozent an Wert.

Dieser Kursverfall steht im Kontrast zu den Erwartungen der Wall Street. Der Markt blickt nun gespannt auf die kommenden Quartalszahlen, da der Analystenkonsens trotz der schlechten Kursperformance von einem robusten operativen Geschäft ausgeht. Konkret rechnen Experten mit einem bereinigten Gewinn von rund 0,79 Dollar je Aktie und einem Umsatzanstieg auf 2,20 Milliarden Dollar. Beides würde ein deutliches Wachstum im Jahresvergleich bedeuten.

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Starke Margen treffen auf Skepsis

Das Kerngeschäft von Marvell, insbesondere die Ausrichtung auf KI-Infrastruktur und schnelle Verbindungen für Rechenzentren, liefert eigentlich Argumente für eine höhere Bewertung. Dennoch wird der Titel aktuell mit einem Abschlag gegenüber vielen Wettbewerbern gehandelt.

Besonders die Profitabilität spricht gegen die aktuelle Abwärtsspirale. Basierend auf den Prognosen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 wird eine operative Marge (Non-GAAP) zwischen 35 und 36 Prozent erwartet. Dieser Wert unterstreicht die operative Effizienz des Unternehmens, gerade da das Data-Center-Segment immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Die kommenden Finanzergebnisse werden zeigen müssen, ob die fundamentale Stärke ausreicht, um die skeptische Marktstimmung zu drehen. Sollte Marvell die hohen Erwartungen bei Umsatz und Marge bestätigen, hätten die Bullen wieder konkrete Argumente auf ihrer Seite, um die aktuelle Bewertungslücke zu schließen.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.