Die Aktie von Marvell Technology steht weiter unter Druck und setzt ihre Talfahrt fort. Nach einem deutlichen Kursrückgang seit Jahresbeginn sorgen nun Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang für zusätzliche Ernüchterung im Halbleitersektor. Statt der erhofften Bestätigung gigantischer Investitionssummen gab es mahnende Worte zur Ausgabendisziplin, die Zweifel an der kurzfristigen Wachstumsgeschwindigkeit der Branche wecken.
Realitätscheck für KI-Investitionen
Verantwortlich für die aktuelle Zurückhaltung ist eine Klarstellung aus der Führungsetage von Nvidia. In Taipeh trat CEO Jensen Huang Gerüchten entgegen, wonach eine massive Investition von 100 Milliarden Dollar in OpenAI beschlossene Sache sei. Huang betonte, dass es sich dabei keineswegs um eine feste Zusage handle und Investitionsrunden „Schritt für Schritt“ geprüft würden.
Diese Aussage wirkt wie eine kalte Dusche für Anleger, die auf einen ungebremsten „Spending Spree“ bei KI-Infrastruktur gewettet hatten. Marvell, als spezialisierter Anbieter für Datenverbindungen und maßgeschneiderte Rechenlösungen, reagiert empfindlich auf solche Signale. Wenn der Branchenprimus Nvidia die Erwartungen an den Investitionsfluss dämpft, hinterfragen Marktteilnehmer zwangsläufig auch die kurzfristigen Umsatztreiber der Zulieferer.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Marvell Technology?
Operative Stärke trifft auf schlechte Stimmung
Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Börsenkurs könnte dabei kaum größer sein. In den jüngsten Geschäftszahlen für das dritte Quartal (veröffentlicht im Dezember 2025) meldete Marvell noch einen Rekordumsatz von knapp 2,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das Segment für Rechenzentren wuchs dynamisch um 38 Prozent, was den erfolgreichen Fokus auf KI-gestützte optische Verbindungen unterstreicht.
Dennoch spiegelt der Aktienkurs diese Erfolge derzeit nicht wider. Das Papier hat seit Jahresanfang bereits 27,36 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 64,93 Euro. Der Markt scheint die positiven Vergangenheitsdaten weitgehend auszublenden und preist stattdessen die Sorge ein, dass der Investitionszyklus im KI-Bereich seinen Zenit kurzfristig überschritten haben könnte oder zumindest langsamer verläuft als erhofft.
Im Fokus steht nun der kommende Ergebnisbericht für das vierte Quartal, der für Anfang März erwartet wird. Anleger werden dann genau darauf achten, ob die von Nvidia signalisierte „Schritt-für-Schritt“-Mentalität bereits konkrete Auswirkungen auf die Auftragsbücher von Marvell hat.
Marvell Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Marvell Technology-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Marvell Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Marvell Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Marvell Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
