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Marvell Technology Aktie: Nvidia dämpft KI-Hoffnung

Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang zu moderateren KI-Investitionen belasten die Stimmung für Halbleiterwerte wie Marvell, trotz zuletzt starker operativer Zahlen des Unternehmens.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nvidia-CEO relativiert Gerüchte über Milliardeninvestitionen
  • Marvell-Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
  • Unternehmen meldete zuletzt Rekordumsatz und starkes Wachstum
  • Markt fokussiert sich auf mögliche Verlangsamung des KI-Booms

Die Aktie von Marvell Technology steht weiter unter Druck und setzt ihre Talfahrt fort. Nach einem deutlichen Kursrückgang seit Jahresbeginn sorgen nun Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang für zusätzliche Ernüchterung im Halbleitersektor. Statt der erhofften Bestätigung gigantischer Investitionssummen gab es mahnende Worte zur Ausgabendisziplin, die Zweifel an der kurzfristigen Wachstumsgeschwindigkeit der Branche wecken.

Realitätscheck für KI-Investitionen

Verantwortlich für die aktuelle Zurückhaltung ist eine Klarstellung aus der Führungsetage von Nvidia. In Taipeh trat CEO Jensen Huang Gerüchten entgegen, wonach eine massive Investition von 100 Milliarden Dollar in OpenAI beschlossene Sache sei. Huang betonte, dass es sich dabei keineswegs um eine feste Zusage handle und Investitionsrunden „Schritt für Schritt“ geprüft würden.

Diese Aussage wirkt wie eine kalte Dusche für Anleger, die auf einen ungebremsten „Spending Spree“ bei KI-Infrastruktur gewettet hatten. Marvell, als spezialisierter Anbieter für Datenverbindungen und maßgeschneiderte Rechenlösungen, reagiert empfindlich auf solche Signale. Wenn der Branchenprimus Nvidia die Erwartungen an den Investitionsfluss dämpft, hinterfragen Marktteilnehmer zwangsläufig auch die kurzfristigen Umsatztreiber der Zulieferer.

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Operative Stärke trifft auf schlechte Stimmung

Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Börsenkurs könnte dabei kaum größer sein. In den jüngsten Geschäftszahlen für das dritte Quartal (veröffentlicht im Dezember 2025) meldete Marvell noch einen Rekordumsatz von knapp 2,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das Segment für Rechenzentren wuchs dynamisch um 38 Prozent, was den erfolgreichen Fokus auf KI-gestützte optische Verbindungen unterstreicht.

Dennoch spiegelt der Aktienkurs diese Erfolge derzeit nicht wider. Das Papier hat seit Jahresanfang bereits 27,36 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 64,93 Euro. Der Markt scheint die positiven Vergangenheitsdaten weitgehend auszublenden und preist stattdessen die Sorge ein, dass der Investitionszyklus im KI-Bereich seinen Zenit kurzfristig überschritten haben könnte oder zumindest langsamer verläuft als erhofft.

Im Fokus steht nun der kommende Ergebnisbericht für das vierte Quartal, der für Anfang März erwartet wird. Anleger werden dann genau darauf achten, ob die von Nvidia signalisierte „Schritt-für-Schritt“-Mentalität bereits konkrete Auswirkungen auf die Auftragsbücher von Marvell hat.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.