Marvell Technology drückt beim Ausbau seiner KI-Infrastruktur massiv aufs Tempo. Nur kurz nach dem Zukauf von Celestial AI meldet der Halbleiterkonzern nun den Vollzug der nächsten strategischen Übernahme: XConn Technologies gehört ab sofort zum Unternehmen. Mit dem rund 540 Millionen US-Dollar schweren Deal stärkt Marvell gezielt seine Position im kritischen Bereich der schnellen Datenübertragung für Rechenzentren.
Fokus auf KI und Cloud
Am Dienstag bestätigte Marvell den formellen Abschluss der Transaktion, die bereits am 10. Februar wirksam wurde. Im Zentrum der Übernahme steht die Technologie von XConn für PCIe- und CXL-Verbindungen (Compute Express Link). Diese Standards sind entscheidend, um die Kommunikation zwischen Prozessoren und Speicher in modernen Servern zu beschleunigen – ein direkter Engpassfaktor bei leistungsintensiven Anwendungen für künstliche Intelligenz und Cloud-Computing.
Die Transaktion unterstreicht die aggressive Strategie des Konzerns: Innerhalb weniger Tage wurden zwei Spezialisten integriert, um das Portfolio für optische Verbindungen und Switching-Technologien zu erweitern. Finanziert wurde der Kauf durch eine Kombination aus 325 Millionen US-Dollar in bar und der Ausgabe neuer Aktien.
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Blick auf die Finanzen
Das Management lieferte konkrete Zahlen zur erwarteten Rentabilität der neuen Sparte. Zwar steigen die operativen Kosten (Non-GAAP) durch die Integration zunächst um jährlich etwa 25 Millionen US-Dollar, doch die Umsatzseite soll mittelfristig deutlich profitieren. Marvell rechnet ab dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2027 mit ersten nennenswerten Erlösen. Für das Geschäftsjahr 2028 wird bereits ein Umsatzbeitrag von 100 Millionen US-Dollar durch die XConn-Technologie prognostiziert.
Analysten reagieren verhalten
Trotz der strategischen Logik reagierten Marktbeobachter differenziert auf die jüngsten Entwicklungen. Die Deutsche Bank bestätigte am Dienstag zwar ihre Kaufempfehlung („Buy“), senkte jedoch das Kursziel leicht von 125 auf 120 US-Dollar. Die Aktie selbst hatte zuletzt keinen leichten Stand: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von gut 10 Prozent und notiert aktuell bei 68,63 Euro.
Mit der nun abgeschlossenen Integration von XConn und Celestial AI hat Marvell sein Portfolio für die nächste Generation von Rechenzentren technisch komplettiert. Der Fokus verlagert sich damit auf die operative Umsetzung, um die prognostizierten Umsatzziele bis 2028 zu erreichen und die vorab investierten Millionen durch entsprechendes Wachstum zu rechtfertigen.
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