Der Halbleiterspezialist Marvell Technology glänzt aktuell mit rasantem Wachstum im wichtigen Rechenzentrumsgeschäft. Doch während die enorme Nachfrage nach maßgeschneiderten Chips die Umsätze treibt, sehen Analysten von Goldman Sachs nun einen Haken. Die veränderte Produktmischung dürfte die Gewinnmargen in den kommenden Monaten spürbar belasten.
Das Margen-Problem
Das Team um Analyst James Schneider bewertet die mittelfristigen Aussichten des Unternehmens in einer neuen Studie zwar grundsätzlich positiv. Als Hauptgrund nennen die Experten eine verbesserte Sichtbarkeit der fundamentalen Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig warnen sie jedoch explizit vor einer Verwässerung der Bruttomarge.
Der Grund dafür liegt im eigenen Erfolg: Marvell verkauft zunehmend sogenannte „Custom Silicon“-Produkte – also speziell auf die Bedürfnisse einzelner Kunden zugeschnittene Chips. Diese treiben zwar das Umsatzvolumen massiv an, werfen aber prozentual weniger Gewinn ab als Standardprodukte. Konkret rechnet Goldman Sachs im Kalenderjahr 2026 mit einem quartalsweisen Rückgang der Bruttomarge um 0,25 Prozent. Dieser Schwund soll sich im Jahr 2027 sogar auf 0,5 Prozent pro Quartal beschleunigen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Marvell Technology?
Starke Zahlen treffen auf Gewinnmitnahmen
Diese neue Einschätzung folgt direkt auf hervorragende Quartalszahlen, die Marvell in der vergangenen Woche vorgelegt hatte. Im vierten Geschäftsquartal 2026 steigerte das Unternehmen den Umsatz im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 2,22 Milliarden US-Dollar. Der absolute Wachstumsmotor war das Segment für Rechenzentren, das um starke 46 Prozent zulegte und im Gesamtjahr die Marke von sechs Milliarden US-Dollar Umsatz knackte. Auch der Ausblick auf das erste Quartal 2027 fiel mit erwarteten 2,40 Milliarden US-Dollar sehr solide aus.
Nach der anfänglichen Euphorie kühlt die Stimmung am heutigen Montag jedoch etwas ab. Der Titel verliert 4,89 Prozent auf 73,40 Euro, kann sich nach den starken Zahlen aber auf Wochensicht immer noch über ein Plus von gut sechs Prozent behaupten.
Institutionelle Anleger schichten um
Auch bei den institutionellen Investoren zeigt sich aktuell ein gemischtes Bild, das diese Neubewertung der Datenlage widerspiegelt. Laut aktuellen Pflichtmitteilungen stockte First Trust Advisors seine Position um knapp 11 Prozent auf rund 1,39 Millionen Anteile auf. Ebenso baute DCF Advisers seinen Anteil um 8,7 Prozent aus. Im Gegenzug reduzierte Natixis Advisors sein Engagement in dem Halbleiterunternehmen um 3,8 Prozent und stieß über 31.000 Aktien ab. Diese Umschichtungen verdeutlichen, dass Großinvestoren derzeit ihre Positionen feintunen, während sie das starke Umsatzwachstum gegen den prognostizierten Margendruck abwägen.
Marvell Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Marvell Technology-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten Marvell Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Marvell Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Marvell Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
