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Marvell Technology Aktie: Doppelspiel

Trotz eines Umsatzrekords und einer milliardenschweren Akquisition im KI-Bereich zeigt sich die Marvell-Aktie 2025 rückläufig. Die Börse bewertet das Wachstum aus Rechenzentren und Photonik-Technologie zurückhaltend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz wächst im dritten Quartal um 37 Prozent
  • Milliardendeal für KI-Photonik-Technologie abgeschlossen
  • Rechenzentren als stärkstes Segment mit 38 Prozent Plus
  • Aktienkurs liegt deutlich unter Analystenzielen

Während die Aktie von Marvell Technology 2025 rund 22 Prozent an Wert verlor, wächst das Geschäft mit Rekordtempo. Allein im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 37 Prozent auf über zwei Milliarden Dollar – getrieben von KI-Rechenzentren. Doch die Börse bleibt skeptisch. Warum?

Die 5,5-Milliarden-Wette auf Photonik

Der Halbleiterkonzern hat sich kurz vor Jahresende strategisch neu aufgestellt. Mit der Übernahme von Celestial AI für bis zu 5,5 Milliarden Dollar setzt Marvell massiv auf Silicon Photonics – eine Technologie, die optische Verbindungen nutzt, um Datentransfer in KI-Rechenzentren drastisch zu beschleunigen.

Die Technik soll konkret lösen:
– Bandbreiten-Engpässe zwischen Prozessoren und Speicher
– Geschwindigkeitsprobleme bei der Verarbeitung großer KI-Modelle
– Wettbewerbsnachteile gegenüber Broadcom im Infrastrukturmarkt

Der Deal umfasst 3,25 Milliarden Dollar Fixbetrag plus leistungsabhängige Zahlungen. Celestial AI bringt Patente und Know-how mit, die Marvell technologisch nach vorne katapultieren könnten.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

Im Geschäftsjahr 2025 zeigt sich ein deutliches Bild: Das Kerngeschäft boomt, während die Aktie nachgibt. Im dritten Quartal verzeichnete Marvell einen Rekordumsatz von 2,075 Milliarden Dollar.

Die Aufschlüsselung nach Segmenten:
Rechenzentren: 1,52 Milliarden Dollar (+38 Prozent), angetrieben durch maßgeschneiderte KI-Chips
Carrier-Infrastruktur: 167,8 Millionen Dollar (+98 Prozent), entgegen den Erwartungen einer Abschwächung
Unternehmensnetzwerke: 237,2 Millionen Dollar (+57 Prozent), Lagerbestände sind abgebaut
Automotive & Industrie: 35 Millionen Dollar (-58 Prozent), belastet durch den Verkauf des Automotive-Ethernet-Geschäfts

Die schwachen Automotive-Zahlen resultieren aus einem bewussten Portfolio-Umbau. Der Fokus liegt klar auf KI und Rechenzentren.

Die Diskrepanz wird größer

Aktuell notiert die Aktie bei rund 85 Dollar. Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 111 Dollar – ein theoretisches Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent. Die Frage ist: Wann schließt sich diese Lücke?

Für das vierte Quartal prognostiziert Marvell einen Umsatz von etwa 2,2 Milliarden Dollar. Sollte diese Guidance erreicht werden und die Integration von Celestial AI reibungslos verlaufen, könnte die Börse ihre Zurückhaltung aufgeben. Entscheidend wird sein, ob die KI- und Carrier-Segmente das Wachstum in den ersten Monaten 2026 bestätigen können. Technisch muss die Marke von 80 Dollar halten.

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