Marvell Technology steht aktuell im Spannungsfeld gegensätzlicher Analystenmeinungen und ambitionierter Wachstumspläne. Während die Investmentbank UBS ihr Kursziel anhebt und das langfristige Potenzial betont, mahnen andere Marktbeobachter zur Vorsicht. Ungeachtet der kurzfristigen Unsicherheit an den Börsen treibt das Management die Expansion im boomenden indischen Datenmarkt konsequent voran.
Analysten uneinig über weitere Richtung
Zum Wochenstart präsentierte sich das Meinungsbild an der Wall Street gespalten. Die UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel am 23. Februar von 115 auf 120 US-Dollar an. Im direkten Kontrast dazu stufte Wall Street Zen den Titel nur einen Tag später von „Buy“ auf „Hold“ herab. Diese Uneinigkeit trifft auf ein nervöses Marktumfeld: Sorgen um neue globale Zölle und die anstehenden Zahlen des Branchenprimus Nvidia drückten die Stimmung im gesamten Technologiesektor zuletzt. Aktuell notiert die Aktie bei 65,94 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von rund 13,5 Prozent.
Fokus auf Indien
Operativ setzt das Unternehmen auf den massiven Infrastruktur-Ausbau in Südasien. Das Management kündigte an, Lösungen speziell für indische Rechenzentren und den Telekommunikationssektor zu lokalisieren. Dabei greift Marvell auf bestehende Entwicklungszentren in Bangalore, Pune und Hyderabad zurück. Der strategische Schritt folgt dem Kapital: Indische Konglomerate wie Reliance und Adani haben Investitionen von fast 210 Milliarden US-Dollar in KI-Rechenzentren in Aussicht gestellt, ein Markt, den Marvell nun gezielter adressieren will.
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Zahlen und Zukäufe im Blick
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 5. März, wenn Marvell die Bücher für das vierte Quartal öffnet. Das Data-Center-Segment, das zuletzt für über 70 Prozent der Umsätze verantwortlich war und im dritten Quartal um 38 Prozent wuchs, bleibt der wichtigste Wachstumstreiber. Zudem fließen erstmals die jüngsten Übernahmen von Celestial AI und XConn Technologies in die Bewertung ein. Hier wies die UBS allerdings auf kurzfristige Effekte hin: Die Integration von Celestial AI könnte den Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2027 zunächst um etwa 0,20 US-Dollar verwässern, bevor ab 2028 nennenswerte Umsatzbeiträge erwartet werden.
Für die weitere Kursentwicklung wird der Quartalsbericht am 5. März die entscheidende Wegmarke sein. Anleger dürften dabei besonders genau darauf achten, ob das organische Wachstum im Kerngeschäft ausreicht, um die makroökonomischen Gegenwinde und die Integrationskosten der neuen Zukäufe zu kompensieren.
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