Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Marvell: Nvidia investiert $2 Milliarden

Marvell: Nvidia investiert $2 Milliarden

Trotz Skepsis von Analysten und Kursrückgängen bleibt Marvell durch Nvidia-Deal und KI-Partnerschaften für Wachstum positioniert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten warnen vor hoher Bewertung
  • Risiko durch mögliche Kundenverluste
  • Nvidia investiert zwei Milliarden Dollar
  • Alphabet-Zahlen als wichtiger Impulsgeber

Operative Erfolge und Marktstimmung klaffen bei Marvell Technology plötzlich auseinander. Der Chipentwickler profitiert massiv vom KI-Boom. Dennoch häufen sich aktuell die Warnsignale. Analysten verweisen auf hohe Bewertungen und drohende Kundenverluste.

Die Aktie verzeichnete am Dienstag deutliche Verluste. Zuvor gab es Berichte über verfehlte Umsatzziele bei OpenAI. Das schürte Ängste vor einem Ende des KI-Investitionsbooms. Heute erholt sich der Kurs um knapp drei Prozent auf 134,44 Euro. Auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von 76 Prozent. Der Abstand zum Rekordhoch von vergangener Woche bleibt gering.

Analysten sehen Risiken bei Großkunden

Mehrere Analysten stuften die Papiere zuletzt ab. Ein Grund ist die sportliche Bewertung nach der rasanten Rallye. Schwerer wiegen operative Sorgen. Experten befürchten den Verlust wichtiger Aufträge. Marvell könnte seine Rolle bei Amazons Trainium-Chips an den Konkurrenten AIchip verlieren. Auch Microsoft prüft für künftige Chip-Generationen angeblich Alternativen wie Broadcom.

Für zusätzliche Nervosität sorgten jüngste Aktienverkäufe des Managements. Finanzchef Willem Meintjes und CEO Matthew Murphy trennten sich von Anteilen. Ein genauerer Blick beruhigt. Die Transaktionen folgten vorab festgelegten Handelsplänen. Sie dienten fast ausschließlich der Deckung von Steuerpflichten. Diese entstanden durch fällige Aktienboni. Ein klassischer Vorgang bei US-Tech-Konzernen.

Milliarden-Deal mit Nvidia stützt

Die langfristige Wachstumsstory bleibt intakt. Ende März investierte Nvidia zwei Milliarden US-Dollar in Marvell. Beide Unternehmen verbinden ihre Architekturen. Marvells Spezialchips arbeiten künftig direkt mit Nvidias KI-Ökosystem zusammen. Parallel dazu baut das Unternehmen seine Partnerschaft mit Alphabet aus. Marvell entwickelt Speicher- und Inferenz-Chips für Googles Tensor-Prozessoren.

Das Management stützt sich auf vier wachsende Produktlinien:
* Optische Verbindungen (Skalierung auf 1.6T)
* Spezialchips (Umsatzverdopplung bis 2028 erwartet)
* Ethernet-Switches für Rechenzentren (Ziel: 600 Millionen US-Dollar)
* Co-Packaged-Optics von Celestial AI

Barclays hob das Kursziel kürzlich auf 150 US-Dollar an. Die Analysten erwarten eine Verdopplung der optischen Netzwerk-Umsätze. Ein wichtiger Impulsgeber folgt bereits heute. Alphabet veröffentlicht seine Quartalszahlen. Übertreffen die geplanten KI-Investitionen von Google die Erwartungen, liefert das der gesamten Chip-Lieferkette neuen Rückenwind. Marvell selbst legt Ende Mai seine Bücher offen.

Anzeige

Marvell Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Marvell Technology-Analyse vom 6. August liefert die Antwort:

Die neusten Marvell Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Marvell Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Marvell Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Marvell Technology

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.